Ortsverband Bonn


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Ortsverband Bonn:


 

Herr
Oberstleutnant d.D.
Werner Wilden
Am Rotberg 12
53489 Sinzig
Tel. 0 26 42 - 99 24 18
Tov-bonn@feldjaeger.de

 

 

Der am 06.03.2018 fr 3 Jahre gewhlte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender :

Oberstleutnant a.D.

Werner Wilden

2. Vorsitzender :

Stabsfeldwebel

Ingo Griesenbach

Schriftfhrer :

Feldwebel d.R.

Werner K

Kassenwart :

Hauptfeldwebel d.R.

Jrgen Stuhm

Beisitzer :

fr Mitgliederpflege u. Reservistenangelegenheiten

Oberstleutnant d.R.

Peter Henle

fr Datenschutz u. IT-Sicherheit

Hauptmann a.D.

Albert Liesegang

fr Geschichte, Chronik u. Traditionswahrung

Bernd Rnz

fr Mitgliederwerbung /-gewinnung

Oberleutnant

Ren Goldbeck

Mitglied kraft Amtes:

Kompaniechef   6./FJgRgt 2   Major

Kassenprfer:

Oberstleutnant

Ingo Kloppmeier

Hans-Friedrich Konze

Ersatzkassenprfer:

Oberstleutnant d.R.

Wolfgang Spielmann

 


 


Interessenten zu Veranstaltungen knnen sich beim 1. Vorsitzenden vormerken lassen. Ihre frhzeitige Interessenbekundung gibt uns eine bessere Planungssicherheit, die sich positiv auf unsere zur Verfgung stehenden Finanzen auswirken wird. Um die Teilnehmerbeitrge im bisher gnstigen Umfang halten zu knnen und ggf. auch durch einen Zuschuss aus der Vereinskasse im vertretbaren Rahmen untersttzen zu knnen, wird deshalb um frhestmgliche Interessenbekundung/ Anmeldung gebeten.

Dazu gengt eine E-Mail an die nachfolgende Adresse: ov-bonn@feldjaeger.de 

Der Feldjgerstammtisch des OV Bonn findet auch zuknftig als regelmiges Treffen grundstzlich am ersten Dienstag im Monat ab 17.00 Uhr im KpGebude 6./FJgRgt 2  statt.
Eine gute Gelegenheit, die Verbindung zwischen den Aktiven, Ehemaligen und Freunden der Feldjgertruppe weiter zu vertiefen. Diese Veranstaltung wird hin und wieder mit interessanten Vortrgen angereichert werden.

Besuchen sie uns bei unseren Veranstaltungen - dort erfahren sie immer etwas (mehr)!




 

Der Vorstand des Ortsverbands Bonn bedankt sich bei allen Soldatinnen und Soldaten der 6./Feldjgerregiment 2 fr die netten Wnsche zu Weihnachten und den kommenden Jahreswechsel.

Wir mchten uns mit diesem gelungenen Foto mit dem sichtbaren Zeichen des kameradschaftlichen Zusammenhalts auch bei unseren Mitgliedern, Freunden und Anverwandten fr die Hilfen und Untersttzungen im zu Ende gehenden Jahr ganz recht herzlich bedanken und ihnen Allen und ihren Familien ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie fr das Neue Jahr 2019 Glck, Zufriedenheit und Gesundheit wnschen!

 





 

Jahresausflug vom 20.10.2018

 

 
Der OV Bonn auf den Spuren der Kmpfe im Hrtgenwald im II. Weltkrieg

-         Eine kriegshistorische Skizze der Nordeifel   -

Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel, als sich am 20. Oktober 2018 die Teilnehmer der kriegsgeschichtlichen Exkursion des OV Bonn, verstrkt durch Besucher aus Belgien und den vormaligen Heerestopographieoffizier (Oberst a.D. Landmann) mit Ehefrau (einer der fachlichen Vorgesetzten des Verfassers dieser Zeilen) um 10:00 Uhr am Ablaufpunkt am Rande der Ortschaft BERGSTEIN versammelten eine Wetterlage, die sich 74 Jahre zuvor die Planer in den Stben der in der Groregion der Nordeifel angesetzten 1. US-Armee und des nachgeordneten V. und VII. Korps vergeblich hinsichtlich einer nachhaltigen Untersttzung ihres weiteren Vormarsches aus der Luft herbeisehnten.

Zwei in dem Thema stehende Mitglieder des Ortsverbandes, O a.D. Stumpp und OTL a.D. Konze, fhrten diese Gruppe zu mehreren Orten der zwischen Oktober 1944 und Februar 1945 stattgefundenen Kmpfe, die fr die amerikanischen Streitkrfte die hchsten Verluste herbeifhrten, die sie bis heute in ihrer Geschichte hatten hinnehmen mussten: mit ber 47.000 Mann an Ausfllen (entspricht etwa 3 Divisionen) war dieser Armee nicht mehr vorhanden oder verwendungsfhig Gefallene, Verwundete, Vermisste, Gefangene oder physisch und psychisch Erkrankte und: erstmals in der Geschichte der US-Armee im II. Weltkrieg warfen ganze Einheiten ihre Waffen und Ausrstung nach tagelangem feindlichen Artilleriebeschuss und Verharren in armseligen, unter Wasser stehenden Feldstellungen bei Klte und Regen weg und flchteten zur nachfolgenden Schande des Regimentskommandeurs in panischem Entsetzen in rckwrtige Bereiche. So geschehen am Morgen des 6. November beim II./ 112. Infanterieregiment der 28. Infanteriedivision im Raum VOSSENACK.

Bevor es in das Gelnde ging stellte O a.D. Stumpp in seinem Lagevortrag zu Beginn die Fakten und Hintergrnde zu diesem Geschehen eindrcklich dar. Er verwies darauf, dass es nicht eine, sondern mehrere Schlachten in dieser Eifelregion, beginnend mit dem Angriff der 9. US Infanteriedivision Mitte Oktober 1944, gegeben hatte. War im September, als die Alliierten nach 97 Tagen seit Beginn der Invasion das deutsche Reichsgebiet erreicht hatten, die Wehrmacht noch vllig unzureichend im Zuge des Westwalls fr eine nachhaltige Verteidigung mit in Frankreich zerschlagenen, schwachen Krften eingerichtet, stellte sich 4 Wochen spter die Lage anders dar: die meisten Anlagen waren wieder besetzt, mit Stacheldraht und Minen gesichert, die im Zuge des Westwalls und der Luftverteidigungszone West unterirdisch verlegten Fernmeldeverbindungen intakt, die wenigen Wege im Waldbereich und den offenen Hhenzgen gesichert, die Artillerie unter einheitlicher Fhrung des Artilleriefhrers des 74. Armeekorps mit vorbereiteten Schieplnen bestens vorbereitet; zudem war das stark bewaldete und zerschnittene Gelnde und die Kampfweise in diesem, in vlligem Gegensatz zu den diesbezglich unerfahrenen amerikanischen Soldaten, bekannt, besonders den noch vorhandenen Veteranen aus dem Russlandfeldzug.

Das Problem der Alliierten mit den immer lnger werdenden Nachschubwegen fr fast 2 Millionen Soldaten (Bedarf ber 20.000 t Nachschub pro Tag), bis Ende November aus den knstlichen Hfen am Landungsstrand in der Normandie ber 600 km per LKW erfolgend die taktischen Luftstreitkrfte der Amerikaner hatten in Frankreich mit fast vlliger Zerstrung der Bahnlinien, Bahnstationen, etc. ganze Arbeit geleistet und in den meisten leistungsfhigen Atlantikhfen saen noch immer deutsche Soldaten oder hatten die Anlagen nachhaltig unbrauchbar gemacht- verschafften der Wehrmacht Zeit, ihre geschlagenen Divisionen aufzufrischen und sich angelehnt an die Anlagen des Westwalls wieder einzurichten. Erst Ende November 1944 lief im Hafen von Antwerpen, obwohl Anfang September 1944 von den Briten genommen, der erste Konvoi ein, da die 15. deutsche Armee die obere Schelde als Zugang bis dahin beherrscht hatte.

Der weitere Gegner der US-amerikanischen Truppen war das unbekannte, stark bewaldete Gelnde, das einen massiven Ansatz mechanisierter, gepanzerter Krfte verhinderte und die seit Jahrzehnten schlechtesten Wetterverhltnisse in dieser Region: Dauerregen hatte Gelnde und Wege grundlos gemacht, Klte um den Gefrierpunkt mit Schneegraupel bei weitgehend fehlender Winterbekleidung fhrte zu Erkrankungen, wie Fubrand nach tagelangem Ausharren in armseligen, durchnssten Feldstellungen, die man sich oft nur wegen des anstehenden Schiefergesteins mit Hilfe von Sprengladungen hatte anlegen knnen.

Hhepunkt der Schlachten, so Oberst a.D. Stumpp weiter, war die sogenannte Allerseelenschlacht vom 2. -16. November 1944, wo der zweite auf die Ortschaft SCHMIDT (bei Amerikaner bekannt als Battle at SCHMIDT) Groverband der Amerikaner, die 28. Infanteriedivision, erkennbar an dem roten Schlussstein-Abzeichen daher als Keystone-Division und dann wegen der enormen Verluste als Bloody Bucket (Blutiger Eimer) bezeichnet, die zwar das operative Ziel SCHMIDT gegen die verteidigende 275. Infanteriedivision nehmen konnte, dies aber zwei Tage spter durch sofort erfolgte Gegenangriffe durch die 89. Infanteriedivision und als Korpsreserve herangefhrte 116. Panzerdivision (bekannt als Windhund-Division) wieder aufgeben musste. Die Wehrmacht musste diesen Raum, eigentlich ein vlliger Nebenkriegsschauplatz auf beiden Seiten, behaupten, da dieser die rechte Flanke der unter hoher Geheimhaltung befindlichen Vorbereitung der geplanten Operation Wacht am Rhein (der Ardennenoffensive ab 16. Dezember 1944) darstellte. Lediglich das Zwischenziel VOSSENACK und Nebenziel SIMONSKALL im Rahmen der Flankensicherung wurden genommen mit Verlusten von ber 6180 Mann, die hchste derartige Rate, die eine amerikanische Division bis heute verzeichnen musste. Aber auch die Wehrmachtsverbnde hatten zum Teil erhebliche Verluste hinzunehmen; so verfgte die 1. Kompanie des Heerespionierbataillons 253, eingesetzt im Bereich der Ortschaft Hrtgen, u.a. mit Anlage des grten Minenfeldes in diesen Kmpfen (Wilde Sau) sdlich des Ortes, Ende November 1944 von ursprnglich 140 Mann nur noch ber 8 einsatzfhige Soldaten (siehe Literaturhinweis).

Nach dieser Vorinformation bernahm Kamerad Konze das Kommando und fhrte die Gruppe zunchst zu den berresten eines Gefechtsstandbunkers am Fue des Burgberges, der u.a. ab Anfang Dezember von Teilen der hier eingeschobenen 272. Volksgrenadierdivision genutzt wurde. Die Struktur eines solchen Bunkertyps war noch mit Einblick in die Rumlichkeiten gut zu erkennen. Anschlieend begann der steile Aufstieg auf den Burgberg, dem Hill 400.5 mit dem darauf befindlichen Krawutschketurm, eine moderne, sthlerne, 13m hohe Aussichtsplattform. Im Krieg stand hier ein hlzerner Beobachtungsturm der Wehrmacht. Diesen Weg hatte am frhen Morgen des 7. Dezember 1944 das 2. US-Rangerbataillon mit heftigen Verlusten aber erfolgreicher Einnahme des Hgels, von dem aus u.a. der Einsatz der Artillerie der Wehrmacht in diesen Kmpfen gefhrt wurde,  genommen; diese Eliteeinheit der Amerikaner, der hier angreifenden 8. US Division temporr unterstellt, hatte sich am D-Day im Omaha-Landeabschnitt mit Einnahme des Pointe-Du-Hoc, ausgezeichnet.

Von der oberen Plattform des Turm bot sich ein grandioser berblick ber das Kampfgebiet des Hrtgenwaldes: ein grnes, wogendes und undurchdringliches Meer wie amerikanische Autoren diesen bezeichneten, in dem man sich schnell trotz Karte und Kompass verlaufen, wie fters durch amerikanische Einheiten geschehen, konnte und den Ernest Hemingway als auch hier befindlicher War Correspondent als unheimlicher, grner Wald, in dem die Drachen hausen bezeichnete. Die einfachen GI`s der poor bloody infantry bezeichneten diesen weniger prosaisch als Death Factory oder als Bloody Huertgen. Sie wiesen auch deutlich dem Befehlshaber der 1. US Armee, GenLt Cortney H. Hodges, der 6 Infanteriedivisionen, eine Luftlandedivision und einen Kampfverband einer Panzerdivision nacheinander in diese operativ sinnlosen Schlachten durch den Hrtgenwald befohlen hatte, statt diesen flankierend und berwachend zu umgehen, die Schuld zu eine Bewertung hinsichtlich gezeigtem Fhrungsversagen, die heute einhellig von Militrhistorikern auch so gesehen wird zu Lebzeiten des hohen Herren undenkbar! Die Begrndung von Hodges und auch einem seiner Korpskommandeure, GenMaj Gerow -V. Korps- als Weltkrieg-I-Veteranen, bestand in der Notwendigkeit einer vollstndigen Suberung dieser undurchsichtigen Region, um die Gefahr einer flankierenden Bedrohung bei ihrem Angriff Richtung RUR und RHEIN durch starke deutsche Krfte die nie gegeben  war zu begegnen, wie sie amerikanische Divisionen im I. Weltkrieg in den ARGONNEN erlebt hatten, erscheint wenig berzeugend. Vernnftige Aufklrung, die kaum stattgefunden hatte, htte hier Klarheit schaffen knnen.

Es folgte eine Fhrung durch das Museum Hrtgenwald 1944 und im Frieden in VOSSENACK mit weiteren Erluterungen und u.a. Zeigen von Originalaufnahmen des Kampfgeschehens, die das US Signal Corps gettigt hatte; eindrucksvoll dabei die Auswirkungen von General Mud (General Schlamm) auf die Bewegungen von Kfz und Panzern der Amerikaner im Waldbereich sowie die Auswirkungen des Bodenkampfes in den Ortschaften. Anschlieend wurde der zum Museum gehrende Sanittsbunker in SIMONSKALL besichtigt, der einzige derartige zu besichtigende Bunkertyp in der Region. Er hatte mit 10x15m Raum Platz fr ca. 30 Verwundete und Sanittspersonal fr 4 Mann und diente der Vorbereitung fr den Weitertransport in eines der Feldlazarette in den rckwrtigen Divisionsgebieten. In eindrucksvoller Weise bettigte Kamerad Konze die immer noch funktionierende handbetriebene Anlage zur (gegen mgliche chemische Kampfstoffe gefilterte) Frischluftzufuhr und die Telefonlage- immer noch voll funktionsfhig!

Die letzte Station war die Begehung von Teilen des Kampfgebietes des OCHSENKOPFES sdwestlich von VOSSENACK, das zuerst durch das 60. US Infanterieregiment der 9. Infanteriedivision Mitte Oktober 1944 erfolglos angegriffen wurde. In der Verteidigung eingesetzt u.a. das XXIV. Luftwaffenfestungsbataillon, zusammengesetzt aus  Soldaten der Luftwaffe, zum Teil vorher hochgradige technische Spezialisten, aber ohne Erfahrung im Infanteriekampf, deren vorherige Geschwader oder Verbnde schlichtweg aufgelst waren. Von 640 Soldaten dieses Verbandes waren nach 8 Tagen Kampfeinsatz noch 130 verwendungsfhig.

Anschlieend ging es zu Fu in Richtung eines Kampfbunkers mit noch erkennbaren Stellungen/Grben im Waldboden seitlich des Weges. Im Januar 1945 wurde dieser Bereich schlielich durch die 78. US Infanteriedivision genommen. Das  gettigte Kampfprinzip der Wehrmachtsverbnde in der Verteidigung in Anlehnung an die Bunker in diesem Gebiet zeigt eindrcklich die angefhrte Zeichnung: sicherer Aufenthalt in den Bunkeranlagen bei Artilleriefeuer und Luftangriffen der Amerikaner (reduziert wegen der Wetterverhltnisse, aber doch bisweilen erfolgt, dabei aber auch Feuer auf eigene Einheiten wegen der uerst schlechten Sichtverhltnisse), dann wie dargestellt-  beim Angriff der Amerikaner aus den Stellungen auerhalb der Bunker Infanteriekampf mit Mglichkeit beweglicher Kampffhrung (Gegenangriffe/kmpfendes Ausweichen) und Feueruntersttzung (hier MG) aus dem Bunker. Die Verluste der Wehrmacht waren daher deutlich geringer als die der Amerikaner, die ber 70% ihrer Verluste durch hocheffizientes Feuer der deutschen Artillerie und Mrser in ihren unzureichenden Unterstnden (foxholes) und Kampfstnden, die zum Teil im direkten Richten nacheinander, wie im Bereich VOSSENACK geschehen und beim Vorgehen im Gelnde bekmpft wurden. Die sogenannten Baumkrepierer verursachten bei der Infanterie die hchsten Ausflle: die deutsche Artillerie schoss dabei mit hochgezogenem Sprengpunkt, die Geschosse detonierten knapp ber den Baumwipfeln und berschtteten damit die darunter befindlichen amerikanischen Infanteristen mit Stahl- und Holzsplittern.

Beim Weg zu diesem in der Zeichnung gezeigten Bunker gab die Gruppe einigen hier lange nach dem Krieg im Waldboden gefundenen Amerikanern und einem deutschen Soldaten an zwei Gedenksttten, die die identifizierten Familien der amerikanischen Gefallenen hatten errichten lassen und die u.a. durch das Museum in Vossenack betreut werden, die Ehre mit kurzem Verhalten und Anznden von Totenkerzen.  Alle in diesem Gebiet gefundenen gefallenen Amerikaner wurden in Soldatenfriedhfen in Belgien, den Niederlanden oder in Amerika beigesetzt - kein einziger in Deutschland, da es bis heute gltiges Prinzip ist, dass kein amerikanischer Soldat in ehemaligem Feindesland beigesetzt wird.

Noch etwa 80 amerikanische Soldaten werden in der Region in der Erde vermutet und bis heute ist dort bei Baumanahmen vorab der Kampfmittelrumdienst mit der Analyse des Untergrundes ttig.

Sehr nachdenklich angesichts der geschilderten Schicksale der hier weitgehend sinnlos ums Leben gekommenen jungen, unerfahrenen amerikanischen aber auch der auf zwei Soldatenfriedhfen dort beigesetzten ber 5500 deutschen Soldaten, sehr viele Grabstellen mit unbekannter Soldat bezeichnet, begab sich die Gruppe zu einem Abschluss in die Gaststtte Zum Alten Forsthaus in VOSSENACK, wo im Auftrag des Vorsitzenden des Ortsverbandes Kamerad Wolfgang Stallmach den beiden vortragenden Rten als Dankeschn ein feldjgermig passendes Geschenk mit freundlichen Worten des Dankes berreichte: der Alte Fritz auf einer Meissner Porzellanmedaille vorne und dem Schwarzen-Adler-Orden hinten.

Literaturempfehlung:

Oberstleutnant Paul Brckner, Die Schlacht im Hrtgenwald-Erfahrungen und Lehren, in: Truppenpraxis 3/1970 (im Intranet Bw verfgbar)

Brckner war als Hauptmann Kommandeur des Heerespionierbataillons 253 und im Bereich von Hrtgen eingesetzt.

Trees, Wolfgang; Hlle im Hrtgenwald, Aachen 2008 (15.Auflage), ISBN:978-3-86858-014-3

Text: Hans-Friedrich Konze

Fotos: Ulrich Stumpp / Werner K

Zeichnung: unbekannter Maler, abgelegt im Museum Hrtgenwald 1944 und im Frieden

 




 

 

 


Ortsverband Bonn hie seine Kreuzfahrer wieder willkommen

 

 
Wenn man 4 Monate lang nur Wasser rund sich rum und unter sich hatte, hat man in der Tat ausreichend Flssigkeit gesehen, sodass man bei der Rckkehr gewiss nicht noch mit neuer Flssigkeit begrt werden will.

So dachte sich der 1.Vorsitzende des Ortsverbands Bonn der Kameradschaft der Feldjger, Oberstleutnant a.D. Werner Wilden, als es darum ging, dass Rckkehrer-Kontingent der Bonner Feldjgerkompanie von seiner Mission zur Untersttzung der Einsatzgruppe des Stndigen NATO-Marineverbands SNMG2 (Standing NATO Maritime Group 2) in der gis von Bord der Fregatte "Bayern" am Flughafen Kln/Bonn wieder in Empfang zu nehmen. Nahezu 4 Monate untersttzte ein Team von drei Feldjgerunteroffizieren unter Fhrung eines Feldjgeroffiziers der 6./Feldjgerregiment 2 unsere Bundesmarine als deutschen Beitrag fr die griechische und trkische Kstenwache sowie die europische Grenzschutzagentur FRONTEX zur Aufklrung in der gis. Ziel war, die Kooperation der beteiligten Nationen zu erleichtern und zu ihrem Lagebild beizutragen, damit sie besser gegen Schlepper und ihre Netzwerke vorgehen knnen.

Damit der Empfang der Feldjger auf dem Kln7Bonner Flughafen dennoch nicht so ganz trocken und ohne Sekt ablief, verteilte der Ortsverbandsvorsitzende jedem Rckkehrer als kleines Begrungsgeschenk ein Glas Sektgelee der Weinmanufaktur DAGERNOVA  aus dem nahegelegenen Ahrtal.





Danach hie es fr die rckkehrenden Kameraden erst einmal, heim zu ihren Familien zu kehren, um auch dort wieder richtig zuhause anzukommen. Vielleicht macht das Sektgelee ja auch schon Geschmack auf das nchste Frhstck zuhause.

(Werner Wilden)

 

 

   

Auszeichnung fr langjhrige ununterbrochene Vorstandsarbeit

 Wenn jemand ein Jahr nach seinem Eintritt in einen Verein schon ein Vorstandsmandat bernimmt, so ist das schon recht ungewhnlich; will man den Verein eigentlich doch zunchst einmal richtig kennen lernen. Andererseits gibt es mitunter nichts besseres, einen Verein so richtig kennen zu lernen, wenn man aktiv mitmacht, also auch im Vorstand. So war wohl auch die Denke eines treuen Bonn-Aachener Reservisten.
Im Ortsverband Bonn bernahm Kamerad Stabsfeldwebel der Reserve Helmut Dormanns im Jahr 1992 bereits ein Jahr nach seinem Eintritt in die Kameradschaft der Feldjger die Funktion eines Beisitzers im Vorstand des Ortsverbands.Diese Aufgabe hat er ber 26 Jahre ununterbrochen bis Mai 2018 in den Vorstnden des Ortsverbands Bonn wahrgenommen. Zuletzt war Kamerad Dormanns die Beisitzeraufgabe als Traditionsbeauftragter fr Chronik und Geschichte zugeordnet, der er sich unermdlich widmete.
Besonders herauszustellen gilt, dass Helmut Dormanns bestrebt war, an nahezu allen Veranstaltungen des Ortsverbands, einschl. der turnusmig stattfindenden Vorstandssitzungen, aber auch an den regelmig am ersten Dienstag im Monat (ErDiMo) terminierten Stammtischen der Kameradschaft in Bonn, teilzunehmen. Hierfr nahm und nimmt er eine Anfahrt von ca. 95 km einfache Entfernung aus Aachen bereitwillig in Kauf. Seine Ehefrau Carmen begleitet ihn regelmig zu den besonderen Veranstaltungen des Ortsverbands Bonn.
Auf Antrag des Ortsverbands Bonn hat der Bundesvorstand in seiner Sitzung am 07. April 2018 beschlossen, Herrn Stabsfeldwebel der Reserve Helmut Dormanns fr langjhrige aktive Mitarbeit als Vorstandsmitglied im Ortsverband Bonn die Ehrennadel in Silber zu verleihen.

 
 

Aus Termingrnden konnte die Aushndigung der Ehrennadel jedoch erst im Rahmen der Vorsstandssitzung des Ortsverbands in Verbindung mit dem regelmigen Stammtisch am 07. August 2018 stattfinden. Sichtlich berrascht nahm Kamerad Dormanns die Ehrung aus der Hand des 1.Vorsitzenden im Ortsverband Bonn, Oberstleutnant a.D. Werner Wilden, auf der Bonner Hardthhe entgegen und versprach, auch weiterhin regelmig an den Veranstaltungen des Ortsverbands in Bonn zu erscheinen. Die anwesenden Mitglieder der Bonner Kameradschaft dankten Helmut Dormanns dieses Versprechen mit einem dicken Applaus!
(Text: Werner Wilden; Foto: Albert Liesegang)

 

 

 

 
 
 

Ortsverband Bonn zeigte Interesse an der militrischen Nutzung von Radarsystemen

Nicht nur der Ortsverband Bonn der Kameradschaft der Feldjger, sondern auch zahlreiche aktive Soldatinnen und Soldaten der 6./Feldjgerregeiment 2, nahmen am 24.07.2018 an einer interessanten Fhrung beim Fraunhofer-Institut fr Hochfrequenzphysik und Radar-technik FHR, Geschftsfeld Verteidigung, im nahegelegenen Wachtberg teil.

Der weithin sichtbare berdimensionale Golfball hatte schon lange die Neugier der Besucher geweckt und so lag es nahe, dass nach einer vorangehenden Anbahnung beim Tag der Bundeswehr in Bonn ein Kontakt zwischen dem Ortsverband Bonn und der Institutsleitung des Fraunhofer-Instituts hergestellt wurde. Dieser wurde dann zunehmend weiter vertieft und da die Themen auch bei den aktiven Soldatinnen und Soldaten auf groes Interesse stieen als eine gemeinsame Exkursion zum europaweit leistungs-fhigsten Weltraumbeobachtungsradar mit dem weltweit grten Radom terminiert.

In Absprache mit der Stabsstelle Interne und externe Kommunikation erhielt die Besuchergruppe nach einer kurzen Einfhrung zum Fraunhofer-Institut praxisbezogene Kurzvortrge zum Thema Radar fr Aufklrung und Schutz hier geht es im Wesentlichen um ein bodengesttztes System zur Aufklrung von Sprengkrpern im Boden mit Radar. Ein weiteres Thema bildete dann im Rahmen der Weitbereichsaufklrung der  Einblick in die Weitbereichsaufklrung mittels Transportflugzeug C-160 Transall. Das PAMIR-Radar (Phased Array Multifunctional Imaging Radar) gewinnt dabei sehr gute Aufklrungsergebnisse in einer Entfernung von vier bis sieben Kilometern; kann aber auch bis maximal 100 km blicken.

Nach einer kurzen Erfrischungspause wurde anschlieend der fr Militrs sicherlich auch nicht uninteressante Teil der Drohnenaufklrung wie auch der Feldlagerschutz vorgestellt.

Beide Detektionsarten sind artverwandt und klren die fr eine effektive Abwehr erforder-lichen Angaben wie Entfernung, Richtung, Geschwindigkeit und Klassifizierung in nahezu Echtzeit auf. Dabei wird die radargesttzte Aufklrung zum Feldlagerschutz hufig noch mit einer Kamera zur optischen Aufklrung ergnzt.

Den Hhepunkt bildete zum Abschluss das Radar zur Weltraumbeobachtung TIRA. Dieses Tracking and Imaging Radar ist seit seiner Errichtung in den Jahren 1965-1969 das fhrende System in Europa zur Erfassung und Analyse von Weltraumobjekten.

TIRA kombiniert eine hochdynamische 34m-Parabolantenne mit einem Verfolgungs- und einem Abbildungsradar. Eine atemberaubende mechanische Beweglichkeit (360-Grad-Drehung in 15 Sekunden) dieses 240-Tonnen-Parabolspiegels in Verbindung mit einer hochgenauen Antriebsregelung ermglichen die przise Verfolgung und Abbildung von Weltraumobjekten, aber auch fr das Weltraumwetter. Die Gre der Antenne macht das System zudem empfindlich gegenber extrem schwachen Signalen und erlaubt damit auch die Detektion kleinster Objekte im niedrigen cm Bereich.

Das Fraunhofer-Institut fr Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR arbeitet mit Kooperationspartnern wie dem nationalen Weltraumlagezentrum in Uedem oder der ESA zusammen. Von Interesse ist hier z.B. die Missionsuntersttzung in allen Phasen vom Start bis zum Wiedereintritt von Satelliten in die Erdatmosphre. Dazu zhlen Schadensanaly-sen und Berechnungen hochgenauer Bahnparameter fr die Wiedereintrittsprognose oder zur Kollisionsvermeidung. Somit trgt das System dazu bei, die Sicherheit fr Satelliten zu erhhen und ein Bild der Lage im erdnahen Weltraum zu generieren.

 

Zum Abschluss dieses uerst erlebnisreichen und kurzweiligen Nachmittags waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Besuchs der bereinstimmenden Auffassung, dass soviel interessante Informationen erst einmal verdaut und nachbereitet werden mssen und hiermit sicherlich reichlich Gesprchsstoff fr weitere Zusammenknfte zwischen den Mitgliedern des Ortsverbands Bonn und den Aktiven der Bonner Feldjgerkompanie vorhanden ist.

(Text: Werner Wilden; Fotos: Albert Liesegang, Werner Wilden)





 


 

 

 Aktuelle Informationen im Ortsverband Bonn (Stand 15.07.2018)

1.    Der diesjhrige Jahresausflug findet nicht - wie im Mitgliederbrief 2-2018 vom 25.05.2018 angegeben - am 13.Oktober 2018, sondern erst am 20.Oktober 2018 statt.
Grund fr die Verschiebung ist ein Terminkonflikt bei einem der Exkursionsziele. In Anknpfung an den Informationsvortrag unseres Mitglieds, Herrn Oberst a.D. Ulrich Stumpp, bei der Jahresabschlussfeier 2017 werden wir am 20.10.2018 im Rahmen einer Militrgeschichtlichen Exkursion den Sanittsbunker Simonskall sowie das Hrtgenwaldmuseum in Vossenack besuchen. Oberst a.D. Stumpp wird dort zu den jngeren geschichtlichen Ereignissen in der Eifel ausfhren und wird dabei untersttzt werden von unserem Mitglied Oberstleutnant a.D. Hans-Friedrich Konze, der als Hobbyhistoriker in seiner Freizeit auch Fhrungen durch das Hrtgenwaldmuseum in Vossenack durchfhrt.
Der Ortsverband Bonn freut sich auf eine rege Beteiligung seiner Mitglieder sowie weiterer Gste und nimmt ihre Vormerkungen jetzt schon gerne entgegen. Bitte werden sie sich hierzu an eines der Vorstandsmitglieder.

2.  Aufgrund baulicher Mngel musste die aktive 6./Feldjgerregiment 2 in letzten Monat "fluchtartig" ihr Kompaniegebude rumen. Die Kompanie mit dem Feldjgerdienstkommando ist zwischenzeitlich in die "Baracke" 303 auf der Hardthhe umgezogen. Dort finden momentan auch die regelmigen Treffen im Rahmen des Feldjgerstammtischs des Ortsverbands Bonn ("Jour fixe" am ersten Dienstag im Monat - ErDiMo) statt. Die Baracke befindet sich nrdlich des bisherigen Kompaniegebudes in einer Senke in Richtung Hauptwache. Ganz alte Feldjger entsinnen sich sicherlich noch, dass dort bis Ende der 70er Jahre die Unterknfte der damaligen Feldjgerkompanie 900 waren. Der Zugang zur Baracke 303 fhrt vorbei am ehemaligen Kompaniegebude Haus 902 und dann weiter auf einem geschotterten Weg in die Senke geradezu auf die Stirnseite der Baracke 303 zu. Die KompanieFhrung hat dem Ortsverband Bonn angeboten, seine regelmigen Treffen im Rahmen des Jour fixe im Aufenthaltsraum der Baracke 303 durchzufhren. Dies hat der Ortsverband dankend angenommen; das letzte Treffen wurde bereits - aufgrund der sommerlichen Witterung jedoch vor der Baracke 303 - durchgefhrt.
Nach Aussagen der KompanieFhrung ist beabsichtigt, die 6./Feldjgerregiment 2 und das Feldjgerdienstkommando Bonn zum Ende des Jahres bergangsweise in die Brckberg-Kaserne nach Siegburg zu verlegen; zumindest so lange, bis dass eine zumutbare und sichere Unterbringung auf der Hardthhe wieder geschaffen ist.

3.  whrend der urlaubsbedingten Abwesenheit des 1.Vorsitzenden erreichte dieser die traurige Nachricht vom Tode des ehemaligen Kompaniefeldwebels der Bonner Feldjgerkompanie, Herrn Oberstabsfeldwebel a.D. Berthold Simonis. Auch wenn dieser kein Mitglied der Kameradschaft der Feldjger war, so hatte die Familie um Weitergabe der Information gebeten.
Berthold Simonis war von Oktober 1992 bis Mrz 2001 Kompaniefeldwebel der 3./Feldjgerbataillon 900, die dann spter in 4./Feldjgerbataillon 900 umbenannt worden war. Berthold Simonis verstarb am 10.06.2018 unerwartet im Alter von 61 Jahren.
Eine kurzfristige weitere Verteilung der Todesnachricht konnte aufgrund von Kommunikations-problemen leider nicht erfolgen, sodass nur wenige Ehemalige der Beisetzung von Kamerad Simonis beiwohnen konnten.
Ein offizieller Nachruf im nchsten Feldjger erfolgt nicht, da Oberstabsfeldwebel a.D. Simonis kein Mitglied der Kameradschaft der Feldjger war. Der Ortsverband Bonn wird ihn dennoch in ehrenden Andenken bewahren.

4.   Der Vorstand des Ortsverbands Bonn wnscht allen Mitgliedern, Freunden und Familienangehrigen im Ortsverband Bonn eine erholsame Sommerzeit sowie viel Gesundheit und hofft - auch trotz Sommerferien und Sommerurlaub - nach wie vor auf eine rege Beteiligung bei seinen Veranstaltungen.

 

Mit kameradschaftlichem Gru

fr den Vorstand


Werner Wilden

1.Vorsitzender

 

 





Ein Besuch bei den Bonner Feldjgern unter dem Motto: "Verbindungen bewahren"

Am 12.04.2018 beehrte der Herr Oberbrgermeister der Bundesstadt Bonn, Herr Ashok Sridharan, die 6. Kompanie des Feldjgerregiments 2 mit seiner Anwesenheit. Der Besuch stand unter dem Motto; "Verbindungen bewahren".

Bereits im Jahre 2012 wurde einer kleinen Abordnung der Bonner Feldjger dass Stadtschild der Bundesstadt Bonn durch den damaligen Oberbrgermeister, Herrn Jrgen Nimptsch, bergeben.

Um diese Verbindung zu erneuern sowie als Zeichen der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Bundesstadt Bonn lies es sich Herr Sridharan nicht nehmen, "seine" Bonner Feldjger zu besuchen. Um diese Verbindung zu bekrftigen, verewigte sich Herr Sridharan jetzt mit seiner Unterschrift auf dem Stadtschild.

Im Rahmen eines kleinen Lagevortrags zur Unterrichtung wurde dem Oberbrgermeister

durch den Kompaniechef der 6./FJgRgt 2, Herrn Oberleutnant Ren Goldbeck, dass breite Aufgabenspektrum des Aufgabenbereichs Feldjger, hier mit dem Schwerpunkt die Aufgaben der Bonner Feldjger, nhergebracht.

Als Reserveoffizier war der Wissensdurst des Oberbrgermeisters zu Ausstattung und Ausrstung der Feldjger natrlich sehr gro und konnte durch einen umfangreichen Waffentisch, bestckt zum einen mit den Waffen, die zu seiner Zeit (1985-87) aktuell waren, wie u.a. dem Gewehr G 3 und dem Maschinengewehr MG 3, sowie zum anderen den aktuellen und neuen Errungenschaften der Kompanie, wie dem Maschinengewehr MG 4, MG 5, der MP 7 und und und, gestillt werden.

Ein Besuch der diensthabenden Schicht, verbunden mit einem kleinen "Plausch" lie sich Herr Sridharan natrlich auch nicht nehmen. Hauptfeldwebel Krtz, Feldjger vom Dienst, stand Rede und Antwort und gab einen kleinen Einblick in den Ablauf zu dem Aufgaben und Ereignissen auf einem Feldjgerdienstkommando.

Im Anschluss wurde der Besuch noch mit dem obligatorischen Gruppenfoto " bei bestem Kaiserwetter "  gekrnt.

Auf diesem Wege danken die Bonner Feldjger nochmals Herrn Oberbrgermeister Sridharan fr seinen Besuch und freuen sich auf die weiterhin gute Zusammenarbeit mit ihm, in der und fr die Bundesstadt Bonn.

Text/Fotos: Oberleutnant Ren Goldbeck, 6./Feldjgerregiment 2





Ortsverband Bonn verabschiedet Feldjgerkontingent in die gis

Seit Anfang Mrz 2016 leistet die NATO einen untersttztenden Beitrag fr die griechische und trkische Kstenwache sowie die europische Grenzschutzagentur FRONTEX zur Aufklrung in der gis. Ziel ist es, ihnen die Kooperation zu erleichtern und zu ihrem Lagebild beizutragen, damit sie besser gegen Schlepper und ihre Netzwerke vorgehen knnen.

Hierzu lief am 7.Mrz die Fregatte "Bayern" aus Wilhelmshaven aus, bernahm am 16. Mrz die Rolle des Flaggschiffs vom Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main" und wird diese Fhrungsaufgabe bis August im Rahmen der NATO-untersttztungsoperation in der gis wahrnehmen. Die Einsatzgruppe des Stndigen NATO-Marineverbands SNMG2 (Standing NATO Maritime Group 2) in der gis wird jetzt von Bord der Fregatte "Bayern" von einem deutschen Marine-Stabsoffizier gefhrt. Kernauftrag der Einsatzgruppe ist Beobachten und Melden.

Getreu der Leitlinie -Kein Einsatz von deutschen Soldaten im Ausland ohne die untersttztung von Feldjgern- wird auch diese Mission durch Feldjger der Bundeswehr untersttztt. AlsAblsekontingent fr die Wilhelmshavener Feldjgerkrfte, die diese Aufgabe bisher wahrgenommen haben, wurde durch die 6./Feldjgerregeiment 2, dem Feldjgerdienstkommando Bonn, am 16. April 2018 ein Team von 3 Feldjgerunteroffizieren unter Fhrung eines Feldjgeroffiziers fr eine etwa viermonatige Einsatzdauer nach Griechenland in Marsch gesetzt.

Neben der KompanieFhrung und weiteren Feldjgerkameraden waren auch drei Angehrige des Vorstands des Ortsverbands Bonn der Kameradschaft der Feldjger zum Flughafen Dsseldorf angereist, um als Zeichen der Solidaritt und Verbundenheit die Bonner Feldjgerkrfte bei ihrem Abflug zu verabschieden und ihnen eine erfolgreiche Mission sowie eine gesunde Rckkehr zu wnschen.

(Text/Foto: Werner Wilden)




Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl im Ortsverband Bonn

Die letzte Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl lag zwar noch nicht ein Jahr zurck, schon trafen sich die Mitglieder des Ortsverbands Bonn Anfang Mrz 2018 wieder auf der Bonner Hardthhe zum gleichen Anlass. Mit Freude wurde registriert, dass deutlich mehr Mitglieder als im vergangenen Jahr den Weg zur Mitgliederversammlung  gefunden hatten - der bisherige Vorstand wertete dies als eine Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit.

So war es denn auch nicht verwunderlich, dass der alte Vorstand nahezu komplett zur Wiederwahl antrat. Lediglich Hauptfeldwebel David Mette, bisheriger Beisitzer fr das Pressewesen, konnte aufgrund seiner zwischenzeitlich erfolgten Versetzung zur Schule fr Feldjger und Stabsdienst nach Hannover seine gerade erst eingearbeitete ttigkeit nicht weiter fortsetzen. Ebenso hatte Stabsfeldwebel der Reserve Helmut Dormanns auf eine erneute Kandidatur als Beisitzer fr Chronik und Geschichte verzichtet; er kann zwischenzeitlich auf eine 26jhrrige ununterbrochene Beisitzerttigkeit zurckblicken und wollte die Aufgabe in jngere Hnde abgeben.

Unter der Wahlleitung des ersten Ehrenvorsitzenden im Ortsverbands Bonn, Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, wurden fr eine Amtsperiode von drei Jahren zum 18. Vorstand des Ortsverbands Bonn gewhlt:

1. Vorsitzender: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden
2. Vorsitzender: Stabsfeldwebel Ingo Griesenbach
Schriftfhrer: Feldwebel d.R. Werner K
Kassenwart: Hauptfeldwebel d.R. Jrgen Stuhm
Beisitzer: Oberleutnant Ren Goldbeck
Beisitzer: Oberstleutnant d.R. Peter Henle
Beisitzer: Hauptmann a.D. Albert Liesegang
Beisitzer: Oberstabsfeldwebel a.D. Bernd Rnz
Kassenprfer: Oberstleutnant Ingo Kloppmeier
Kassenprfer: Oberstleutnant a.D. Hans-Friedrich Konze
(Ersatz-)Kassenprfer: Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann

Der Kompaniechef der 6./Feldjgerregiment 2 ist gem Satzung Kraft Amtes Mitglied im Vorstand des Ortsverbands; mit Wegversetzung von Major Maik Seifert

Anfang Februar 2018 wurde Oberleutnant Ren Goldbeck durch den Regimentskommandeur, Herrn Oberst Harald Wegener, mit der Fhrung der Kompanie beauftragt, sodass Kamerad Goldbeck neben seiner Beisitzeraufgabe auch bis zur Zuversetzung eines neuen Kompaniechefs die Rolle des Beisitzers qua Amtes zufllt.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurden unter dem Punkt "Verschiedenes" Ideen fr die Veranstaltungs- und Vorhabenplanung 2018/2019 errtert, welche der Vorstand bereits in seiner konstituierenden Sitzung Anfang April weiter aufgreifen und ausgestalten will.

Text: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden



Jahresabschlussfeier beim OV Bonn

Trotz ungemtlicher Witterung fanden zahlreiche Mitglieder des Ortsverbands Bonn mit ihren Familienangehrigen wieder den Weg auf die Bonner Hardthhe zum mittlerweile traditionellen jhrlichen Jahresabschlussessen.

Ganz besonders erfreut war der neue Vorsitzende, Oberstleutnant i.G. Werner Wilden, von der Anwesenheit und Teilnahme des Ehrenvorsitzenden im Ortsverband Bonn, Herrn Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, der nach einigen Wochen gesundheitsbedingter Abwesenheit wieder dabei sein konnte - ihm galt ein besonders herzlicher Willkommensgru!

Ebenso stellte der 1.Vorsitzende heraus, dass es fr den Ortsverband eine groe Freude und Ehre ist, dass sich seit ca. 1 Jahr der letzte Abteilungsleiter Feldjgerwesen Bundeswehr und General der Feldjgertruppe im Streitkrfteuntersttztungskommando, Herr Oberst a.D. Ulrich Stumpp, dem Bonner Ortsverband angeschlossen hat und an diesem Nachmittag mit seiner lieben Frau Gemahlin an der Veranstaltung teilnahm und es sich zudem nicht nehmen lie, alle Anwesenden an diesem Nachmittag mitzunehmen in einem Impulsvortrag auf die Spuren der jngeren Zeitgeschichte in der Eifel.

Last but not least wurde Kamerad Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach begrt, dem am Tag zuvor beim zentralen Feldjgertag an der SFJgStDst in Hannover vom Bundesvorsitzenden, Herrn Oberstleutnant d.R. Dr. Peter Schtz, auf Antrag des OV Bonn hin, in Anerkennung seiner Verdienste der Ehrenbrief der Kameradschaft berreicht worden war und dem im weiteren Verlauf der Jahresabschlussfeier dann fr seine verdienstvolle Vorstandsarbeit (von nahezu 19 Jahren ununterbrochen als 1.Vorsitzender) der Ehrenvorsitz im Ortsverband angetragen wurde.

Im Sinne des Slogans der Kameradschaft - untersttztt - verbindet - bewahrt - htte der OV-Vorsitzende auch gerne mehr aktive Soldatinnen und Soldaten zum Jahresabschlussessen begren wollen, aber mit Verweis auf den Tags zuvor im Standort Bonn stattgefundenen Ball der Streitkrftebasis, bei dem ein nicht unerheblicher Teil der aktiven Kompanie Absicherungsaufgaben wahrnehmen musste, sowie der Tatsache, das beachtliche Teile der Kompanie seit Juli die FJgEinsKp in Mazar e Sharif in AFG stellten und kurz vor dem Kontingentwechsel standen, bat Oberstleutnant Wilden um Verstndnis fr die sicht- und sprbare Unterreprsentanz der Aktiven bei dieser Jahresabschlussfeier.

Nach einem Nachmittagskaffee bzw. Tee mit weihnachtlichem Gebck wurden die zur im Jahr 2017 fr treue Mitgliedschaft heranstehenden Kameraden geehrt; es waren dies:
 

fr 35jhrrige Mitgliedschaft:

 

OStFw a.D. Klaus Besgen, OFw d.R. Rolf Hahn, StFw a.D. Wilhelm Herms, Oberstlt a.D. Norbert Kppers, StUffz d.R. Peter Linke,
OStFw a.D. Bernd Rnz,  StUffz d.R. Wilfried Schumer, OFw d.R. Hans Wehmeier;
 

fr 30jhrrige Mitgliedschaft:

 

Hptm d.R. Jens Isselmann, Oberst Thomas Meuser, StFw a.D. Jrgen Swiers;
 

fr 25jhrrige Mitgliedschaft:
 

Oberstlt Ingo Kloppmeier;
 

fr 20jhrrige Mitgliedschaft:
 

OStFw a.D. Winfried Artus, StUffz d.R. Ulrich Gesien, Hptm a.D. Albert Liesegang und Oberst Thomas Speck.
 

Den letzten Programmpunkt des Tages bildete dann ein festliches Jahresabschlussessen, bei dem das Kchenteam der Offizierheimgesellschaft Bonn-Hardthhe um Obermaat Klemmer wieder ein kalt-warmes Buffet gezaubert hatte, das keine wnsche mehr offen lie.
Mit dem Wunsch nach einer ruhigen Adventszeit, einem besinnlichen Weihnachtsfest sowie einem guten Rutsch ins Neue Jahr, verbunden mit der Hoffnung auf eine den Umstnden ertrgliche Gesundheit fr alle, verabschiedete Oberstleutnant i.G. Wilden im Namen des Vorstands die anwesenden Gste der Jahresabschlussfeier am spten Abend.

(Text: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)

Gastvortrag durch den ehem. GenFJgTr,
Herrn Oberst a.D: Stumpp :  "Impulsvortrag
Spuren der jngeren Zeitgeschichte in der Eifel"

Auszeichnungen im OV Bonn
fr treue Mitgliedschaft

OV-Vorsitzender Werner Wilden (Mitte) mit den beiden Ehrenvorsitzenden im OV Bonn,
Wolfgang Spielmann (re) u. Wolfgang Stallmach (li
)




Wolfgang Stallmach ist Ehrenvorsitzender im OV Bonn

fr seine langjhrrige verdienstvolle Vorstandsarbeit wurde Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach bei der Jahresabschlussfeier des Ortsverbands in Bonn am 25.11.2017 zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbands Bonn ernannt.

Tags zuvor hndigte der Prsident der Kameradschaft, Oberstleutnant d.R. Peter Schtz, im Rahmen des Feldjgertags an der Schule fr Feldjger und Stabsdienst in Hannover Wolfgang Stallmach den Ehrenbrief der Kameradschaft aus fr seine verdienstvolle Mitarbeit, auch in der zwischenzeitlich fnfjhrrigen Funktion als Regionalleiter 6 und somit auch als Mittler und Bindeglied zwischen dem Bundesvorstand und den Ortsverbnden im Westen der Republik.

Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach hatte den Ortsverband Bonn vom 09.10.1998 an ununterbrochen bis zum 02.05.2017 als 1.Vorsitzender gefhrt; zuvor war er von 1996 bis 1998 als 2.Vorsitzender bzw. von 1994 bis 1996 als Beisitzer ebenfalls Angehriger des Vorstands des Ortsverbands Bonn. Als 1.Vorsitzender hatte es erfolgreich verstanden, im  Ortsverband Bonn ber viele Jahre hinweg einen kontinuierlich hohen Stand an Mitgliedern (~ 100) zu binden und zu betreuen.

Der Vorgnger von Wolfgang Stallmach, Wolfgang Spielmann, wurde seinerzeit fr Aufbau und 16jhrrige Fhrung des Ortsverbands Bonn zum "Ehrenvorsitzenden des Ortsverbands Bonn" ernannt (wenngleich dies in der Ehrentafel nicht aufgefhrt wird).

Alleine die lange Dauer von annhernd 19 Jahren als Vorsitzender des Ortsverbands, aber auch die von Kamerad Stallmach seit 13.10.2012 bis heute wahrgenommene Aufgabe als Regionalleiter 6 htten nach einhelliger Auffassung des Vorstands des OV Bonn Anlass fr die Verleihung der Ehrennadel in Gold geboten, jedoch hatte der Vorstand des Ortsverbands Bonn in seiner Sitzung vom 06.06.2017 einstimmig beschlossen, in Anlehnung an den Status des bisherigen "Ehrenvorsitzenden im Ortsverband", Herrn Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, Herrn Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach ebenfalls diesen Status zukommen zu lassen. Der Ortsverband Bonn hatte daher beantragt, Wolfgang Stallmach den Ehrenbrief zu verleihen und gleichzeitig die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbands Bonn zuzulassen. Diesem Antrag hatte der Bundesvorstand der Kameradschaft der Feldjger in seiner Sitzung am 29.07.2017 entsprochen.

Sieht man davon ab, dass im Grndungsjahr des Ortsverbands Bonn am 12.06.1981 ein damaliger Hauptmann Sommerfeld als Grndungsvorsitzender gewhlt wurde, dessen - nach mndlicher berlieferung- einzigen Worte in der Kameradschaft  "Ich nehme die Wahl an" gewesen sein sollen, so wurde nach dessen schwerer Erkrankung am 10.09.1082 Kamerad Wolfgang Spielmann zum neuen 1.Vorsitzenden des OV Bonn gewhlt, der dieses Amt dann 16 Jahre lang inne hatte, ehe Kamerad Wolfgang Stallmach es fr die folgenden fast 19 Jahre ausbte. Diese langjhrrige verdienstvolle Fhrungsttigkeit von beiden Kameraden MUSS mit dem Ehrenvorsitz im Ortsverband gewrdigt werden!

(Text und Foto: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)





Alle Jahre wieder
 

kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch das Sommer- und Familienfest der Bonner Feldjgerkompanie. So auch in diesem Jahre 2017. Wie im Vorjahr, am Samstag, den 24. Juni, war es mal wieder so weit.
 
Die 6./Feldjgerregiment 2 lud ein und viele Angehrige kamen auf die Hardthhe. Und geboten war so Einiges! Als Platz fr die Veranstaltung whlte die Kompanie in diesem Jahr die Wiese hinter dem Kompaniegebude, welche schon hufig, auch von anderen Einheiten, fr Veranstaltungen hnlicher Art genutzt wurde.

Doch vor Allem nennenswert war, was auf dieser Wiese alles aufgefahren wurde. Zunchst begrte ein riesiger, von der Kompanie selbst errichteter Torbogen die angereisten Besucher am Eingang des Festgelndes. Direkt links dahinter wurden diverse Fahrzeuge, vom kleinen Krad ber gepanzerte Fahrzeuge, bis hin zum groen LKw, zur Besichtigung ausgestellt. Diese wurden, natrlich gerade von den jngeren Besuchern, direkt unter die Lupe genommen. Links davon stellte der "EASy-Truck", welcher von der evangelischen Arbeitsgemeinschaft fr Soldatenbetreuung e.V. (kurz: EAS) bereitgestellt wurde, seine zahlreichen Spielgerte und KinderbetreuungsMglichkeiten zur Verfgung. Nennenswerte Highlights hierbei bildeten eine groe Hpfburg und das Kinderschminken.


Begab man sich nun weiter auf das Festgelnde, lief man geradeaus auf das groe Festzelt zu, welches, neben mehreren kleinen Pavillons, Schatten und Sitzpltze bot.
Rechts davon befanden sich die Essens- und Getrnkestnde. Bekocht wurden die Anwesenden hier durch krfte des FeldKchentrupps der 1./Feldjgerregiment 2, welche in erster Linie das Fleisch, welches durch den OV Bonn der Kameradschaft der Feldjger e.V. gespendet wurde, zubereiteten. Doch diese Speisen waren nicht das einzig Essbare, was geboten wurde. Diverse Salate, Kuchen und weitere kulinarische Spezialitten wurden durch die Soldatinnen und Soldaten zum Teil selbst, oder durch Ihre Angehrigen, zubereitet und zum Fest zur Verfgung gestellt. Dies verlieh der Veranstaltung einen weiteren, gern gesehenen, familiren Touch. Auerdem war so mit Sicherheit fr das leibliche Wohl eines jeden Einzelnen gesorgt.

Gegenber stand ein 7Tonnen-Anhnger, welcher fr die Veranstaltung zur Bhne umgebaut und umfunktioniert wurde. Auf und um diese Bhne herum wurde durch einen Soldaten der Kompanie eine umfangreiche Musik- und Lichtanlage bereitgestellt und aufgebaut, mittels welcher die Besucher mit gut gewhlter Musik in angenehmer Lautstrke beschallt wurden. Auerdem wurde die Bhne genutzt, um von ihr aus durch den Tag zu moderieren.
Nicht unerwhnt bleiben soll der kompanieeigene Swimmingpool, welcher zwischen Bhne und Festzelt aufgestellt war und gerade zu Beginn der Veranstaltung, in erster Linie durch die kleinsten Gste, zur Abkhlung und zum Plantschen, reichlich genutzt wurde.

Doch nun zum eben erwhnten Programm, welches keine Zeit fr Langeweile lie: Als erstes stellte die Ehreneskorte der Bundeswehr, welche aus Soldatinnen und Soldaten, sowie Fahrzeugen der Kompanie bestand, ihr Knnen unter Beweis. Neben dem protokollarischen Fahren im"Keil", lieen gerade die Motorradfahrer mit Ihrem anspruchsvollen "Motorradballett" die begeisterten Zuschauer staunen.

Danach bekamen die Gste die Mglichkeit, eine Runde in einem echten gepanzerten LKw, hier YAK, mit(!)zufahren. Die Tour durch die Hardthhe sorgte gerade bei den kleinen Gsten fr groe Augen. Zu guter Letzt fhrte ein Zauberer seine magischen krfte vor der Bhne, unter Einbeziehung des Publikums vor. Seine zahlreichen "Tricks" sorgten nicht nur bei den kleinen Zuschauern fr Verwunderung und Begeisterung zugleich.

Doch das sollte noch nicht Alles gewesen sein. Im Laufe des Tages nutzte der Kompaniechef, Herr Major Seifert, die Gelegenheit des groen Publikums, um mehrere Befrderungen, Ehrungen und Auszeichnungen auszusprechen. fr alle Betroffenen wird dieser Rahmen, und auch die Anwesenheit der Angehrigen bei der Manahme, ein auergewhnliches und nicht so schnell zu vergessenes Ereignis darstellen.

Bei all den positiven Eindrcken vom Tag soll eine Angelegenheit, welche ein Stck weit sogar im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, nicht unerwhnt bleiben: Dieses Sommer- und Familienfest war fr die zahlreichen Soldaten der Kompanie, welche im Juli nach Afghanistan zur Resolut Support Mission verlegen, die letzte groe Veranstaltung im Kameradenkreis, an welcher sie teilnehmen konnten, bevor es in den Auslandseinsatz geht. Daher nutzen gerade diese Soldaten mit ihren Angehrigen die Gelegenheit, sich mit anderen Angehrigen auszutauschen, Verbindungen zu knpfen und die Kameradschaft, ber die Grenzen des Dienstverhltnisses hinweg, in diesem Rahmen, an diesem Tag, auszuleben, zu pflegen und zu genieen.

So verlebten die Besucher des Sommer- und Familienfestes der 6./Feldjgerregiment 2, die auf die Hardthhe gekommen waren, einen schnen Tag, bei strahlendem Sonnenschein, mit vielen Attraktionen, in einem familiren und rundum gelungenen Ambiente. Und sie werden es auch nchstes Jahr gerne wieder tun!
 

 Text: David Mette, Hauptfeldwebel; Bilder: Alexander Schuberth, Oberstabsfeldwebel





Fhrungswechsel im OV Bonn
 
Erleichtert aufatmen durfte der bisherige 1.Vorsitzende des OV Bonn, Stabshaupt-mann a.D. Wolfgang Stallmach, am 02. Mai 2017 bei der Mitgliederversammlung auf der Bonner Hardthhe. Nach 23 Jahren ununterbrochener Vorstandsttigkeit, davon die letzten 19 Jahre als Vorsitzender im Ortsverband, konnte er sein Amt nunmehr in jngere Hnde legen. Nach Begrung, Totengedenken sowie den obligatorischen Tagesordnungspunkten der Rechenschaftsberichte von 1.Vorsitzendem und Kassenwart, sowie dem Kassenprfbericht, wurde unter der routinierten Leitung des Ehrenvorsitzenden im Ortsverband Bonn, Herrn Oberstleutnant d.R. Wolfgang Spielmann, durch die Mitgliederversammlung der Vorstand des Ortsverbands neu gewhlt.


In Oberstleutnant i.G. Werner Wilden wurde ein intimer Kenner der Hardthhe  als neuer 1.Vorsitzender gefunden, der zugleich auch ber 25jhrrige Vorstands-erfahrung im Ortsverband Bonn verfgt.

Als Bekrftigung und sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit und Verzahnung mit der aktiven Feldjgerkompanie  whlte die Mitgliederversammlung Stabsfeld-webel Ingo Griesenbach zum 2.Vorsitzenden des Ortsverbands Bonn.

Stabsfeldwebel d.R. Jrgen Stuhm wurde in seinem Amt als Kassenwart des Ortsverbands erneut besttigt. Dieses Amt bt er nunmehr seit 19 Jahren aus und  war davor bereits schon weitere 9 Jahre als Beisitzer in den jeweiligen Vorstnden aktiv ttig.

Die Schriftfhreraufgaben im neuen Vorstand werden von Feldwebel d.R. Werner K bernommen, der Oberstleutnant d.R. Peter Henle nach dessen 35jhrriger Amtszeit als Nachfolger ablst.

Peter Henle bleibt dem Vortand jedoch als Beisitzer fr Mitgliederpflege und Reservistenangelegenheiten weiter erhalten.
Ebenfalls wiedergewhlt als Beisitzer wurde Hauptmann a.D. Albert Liesegang, der den Vorstand in den Aufgabenbereichen Datenschutz und IT-Sicherheit auch weiterhin bert und untersttztt.

Als Beisitzer fr Geschichte, Chronik und Wahrung der Tradition wurde Stabsfeldwebel d.R. Helmut Dormanns gewhlt, der auch schon zuvor seit 25 Jahren als Beisitzer dem bisherigen Vorstand angehrte.

Da sich der neue Vorsitzende mit seinem Vorstand die Werbung neuer Mitglieder als eines der Hauptziele gesetzt hat, wurde Oberleutnant Ren Goldbeck als Mittler zu den aktiven Soldatinnen und Soldaten ebenfalls als Beisitzer mit genau dieser Aufgabe in den neuen Vorstand gewhlt.

Als Pressewart fr Berichte in der Zeitschrift DER Feldjger und im Internet zeichnet zuknftig Hauptfeldwebel David Mette als neuer Beisitzer fr redaktionelle Aufgaben verantwortlich.

Major Maik Seifert, Kompaniechef der 6,/Feldjgerregiment 2, komplettiert als Mitglied kraft Amtes den nunmehr 10kpfigen neuen Vorstand des Ortsverbands Bonn.
Die Amtszeit des neu gewhlten Vorstands wurde fr zunchst ein Jahr festgelegt.

Der neu gewhlte Vorstand bedankt sich bei allen Mitgliedern im Ortsverband fr das entgegengebrachte Vertrauen.
Mit einem ausdrcklichen dank an den bisherigen 1.Vorsitzenden, Herrn Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach, der in seiner ihm noch verbleibenden Funktion als Regionalleiter 6 auch weiterhin fr den Ortsverband Bonn zustndig bleibt, beendete der neue 1.Vorsitzende, Oberstleutnant i.G. Werner Wilden, die Mitgliederversammlung 2017.
 
(Text: Werner Wilden, Obertlt i.G.; Bild: Albert Liesegang, Hptm a.D.)






Besondere Geschenke zu Heiligabend in Bonn

Traditionell an Heiligabend besuchte eine kleine Abordnung aus dem Vorstand des Ortsvorstandes Bonn am 24.Dezember 2016 die diensthabende Schicht im Feldjgerdienstkommando Bonn, um ihr im Namen der Kameradschaft der Feldjger e.V. Gre und wnsche zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr  zu berbringen. Wie all' die Jahre hatte die Kameradschaft fr jeden diensthabenden Feldjger eine Tte mit essbaren Sachen, aber  natrlich auch einige Kiste mit alkoholfreien Getrnken  mitgebracht.

Es ist bereits seit mehreren Jahren guter Brauch, dass einige Vorstandskameraden des Ortsverbands Bonn an Heiligabend im Feldjgerdienstkommando Bonn erscheinen und den anwesenden Soldatinnen und Soldaten persnlich die besten wnsche zum Weihnachtsfest bermitteln. In diesem Jahr jedoch hatte die Kameradschaft eine zustzliche Weihnachtsberraschung im Gepck. Ein Mikrowellen-Kombi-Gert mit Grill- und Heiluftfunktion soll den diensthabenden Frauen und Mnnern jederzeit- nicht nur an Heiligabend- die Gelegenheit geben, sich unabhngig von den ffnungszeiten der Kantinen whrend ihres Schichtdienstes mit warmem Essen zu versorgen.

Sichtlich erfreut nahmen die anwesenden Soldaten die Mitbringsel entgegen. Der diensthabende Schichtfhrer der Bonner Feldjger, Herr Oberstabsfeldwebel  Dirk Schwabe und seine Schicht bedankten sich stellvertretend fr alle Soldatinnen und Soldaten der Kompanie fr die kameradschaftliche untersttztung und Betreuung des Ortsverbands Bonn sowie das auch zum diesjhrigen Weihnachtsfest wieder gesetzte Zeichen der Solidaritt durch den Ortsverband der Kameradschaft.
In kleiner Runde wurden dann noch die Besonderheiten des Dienstes ber die Feiertage von einst mit den heutigen Gegebenheiten im kameradschaftlichen Gesprch verglichen. Dabei konnte einhellig festgestellt werden, dass sich die generellen Anforderungen an die Bonner Feldjger trotz zwischenzeitlich genderter Rahmenbedingungen nicht wesentlich verndert haben.

Der Vorstand des Ortsverbands Bonn wnscht allen Mitgliedern, Freunden und Bekannten sowie allen in den auslndischen Einsatzgebieten Dienst leistenden Soldatinnen und Soldaten viel Soldatenglck sowie Gesundheit und alles erdenklich Gute fr das Neue Jahr.

(Text und Fotos: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)




Ortsverband Bonn von NS-Ordensburg Vogelsang beeindruckt  

Einen nachhaltigen Eindruck hat der Erinnerungsort der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang bei der Besuchergruppe des Ortsverbands Bonn der Kameradschaft der Feldjger am 22. Oktober 2016 hinterlassen. Mit gut aufbereiteten Informationen erlebte die Gruppe in einer SpezialFhrung auf einem gefhrten Plateaurundgang eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bauwerks. Der Referent der Fhrung, Herr Dirk Ksters, stellte die Bedeutung von Vogelsang als NS-Ordensburg, aber auch in der spteren Nutzung als Teil eines Truppenbungsplatzes unter belgischer Leitung und der heutigen Nutzung als Informationszentrum des Nationalparks Eifel heraus. Neben den drei Exponatrumen "Ehrenhalle", "Burgschnke" und "Kameradschaftshaus" wurden in der SpezialFhrung die verschiedenen Perspektiven des historischen Orts Vogelsang vermittelt.

whrend hierbei im ersten Teil durch die angereisten "gelernten" Feldjger bei Zweck und Nutzung der Anlage die Zusammenhnge und Parallelen zur ehemaligen Feldjgerschule in der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen deutlich wiedererkannt wurden, schwenkte die Geschichte Vogelsangs zum Ende des 2. Weltkriegs dann in einen deutlich regionalen Bezug. Stichworte wie "Schlacht im Hrtgenwald" und "Vormarsch der Amerikaner zum Rhein" knnen durch den militrgeschichtlich bewanderten Besucher dabei mhelos in einem  Zusammenhang gebracht werden. Eindrucksvoll schilderte Herr Ksters, wie zunchst die Amerikaner, dann nach Bildung der Besatzungszonen in Deutschland, der fr die britische Zone verantwortliche Feldmarschall Montgomery zunchst den Auftrag zur Sprengung ("blow it up") gab, letztendlich aber der Schaffung eines 43 Quadratkilometer groen "deutschfreien Gebiets" um die Burg einwilligte, was in Folge zur kurzfristigen Rumung der Ortschaft Wollseifen innerhalb von 14 Tagen (zum 01.09.1946) und Grndung der Aussiedlerhfe Raffelsbrand im Hrtgenwald fhrte.

Von 1950 bis 2005 wurde die ehemalige NS-Ordensburg durch das belgische Militr als Camp Vogelsang genutzt; das gebude der belgischen Militrpolizei ist als solches heute noch an der Zufahrt zur Burganlage erkennbar. Der durch das Militr genutzte Unterkunftsblock -van DooRen, von den Nationalsozialisten als "Haus des Wissens" mit gigantischen Ausmaen (100 x 300 m) geplant, dann aber nur in Teilen errichtet, wie auch ein durch die belgische Armee eingerichtetes Theater- und Truppenkinogebude durften zustzlich im Rahmen der SpezialFhrung von innen besichtigt werden.

       

Nach dem Mauerfall und dem Aufrumen durch das Militr wurde Vogelsang nun inmitten eines Naturschutzgebiets - verGrert als Nationalpark, in dem die umliegenden Landes-Forstbetriebe aus ihrer eigentlichen Nutzung herausgenommen wurden - zu einem "internationalen Platz (IP)" mit Ausstellungs- und Bildungszentrum, auerschulischem Lern- sowie kulturellem Veranstaltungs- und Tagungsort ausgebaut. fr den Naturpark bestehen sehr restriktive Auflagen fr die Besucher; hier will man die Natur sich selbst berlassen, der Mensch darf nicht in das kologische System eingreifen.

Erst kurz vor dem Besuch des Ortsverbands, am 11. September 2016 wurde das neue Forum Vogelsang IP mitten im Nationalpark Eifel feierlich erffnet. Neben den Ausstellungsbereichen bietet das neue Forum Vogelsang IP ein Seminar- und Tagungszentrum, eine Gastronomie mit auergewhnlichem Landschaftsblick sowie eine Aussichtsplattform auf dem 48 Meter hohen historischen Turm. Nach 4  Jahren Bauzeit wurde aus dem historischen Zentralbau der 100 ha groen, denkmalgeschtzten Anlage Vogelsang ein modernes, 12.500 qm umfassendes Besucher- und Ausstellungszentrum. Herzstcke des Projekts sind neben dem 1.800 qm groen Besucherzentrum zwei groe Ausstellungen, die einen zeitgerechten, barrierefreien und 4-sprachigen Zugang ermglichen. Die nachdenklich machende Dauerausstellung "Bestimmung. Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen" bietet darber hierbei weitere vielfltige Betrachtungen zum Erinnerungsort Vogelsang.

Wenngleich mit herzhaftem Eifelwetter Witterungsverhltnisse herrschten, die im zumeist sonnigen Allgu seltener anzutreffen sind, empfanden die Teilnehmer den diesjhrigen Jahresausflug des Ortsverbands Bonn als einen gelungenen Tag!

(Werner Wilden)



Feuertaufe fr die Bonner Feldjger 

Die Einnahme der neuen Bundeswehrstruktur fhrt auch zu Vernderungen im Feldjgerwesen. Auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland wird zuknftig aus 23 Feldjgerdienstkommandos heraus Feldjgerdienst geleistet; hinzu kommt die Personenschutzkompanie des Berliner Feldjgerregiments. Diese Umstrukturierung bedingt leider auch die Auflsung traditionsreicher Feldjgereinsatzkompanien.

Nachdem bereits 2005 das Feldjgerdienstkommando Kln als nrdlicher Nachbar der Bonner Feldjger mit dem Feldjgerdienstkommando Bonn fusioniert wurde, wird mit der neuen Bundeswehrstruktur nun das sdlich gelegene Feldjgerdienstkommando Koblenz zum 01.04.2014 aufgelst. Der ehemalige Einsatzraum der Koblenzer Feldjger wird auf die Feldjgerdienstkommandos Mainz und Bonn verteilt.

Mit der bernahme der Verantwortung ber den neuen Einsatzraum durch die Bonner Feldjger wurde am Montag, 13.01.2014, begonnen. Die Erkundungen vor Ort, die persnlichen Vorstellungen bei den Standortltesten und Kasernenkommandanten im neu hinzugekommenen Einsatzraum waren noch nicht abgeschlossen, als am Donnerstagabend der gleichen Woche (16.01.2014) der Alarmanruf der Polizei einging: Absturz eines Bundeswehr-Tornados!

Angegebener Absturzort: "Koblenz-Laubach" im neu hinzubekommenen Einsatzraum.

Von diesem Gott-sei-Dank nicht regelmig erforderlichem Feldjgereinsatz berichtete jngst der Kompaniechef der Bonner Feldjger, Hauptmann Stefan Pierkes, beim Februar-Stammtisch des Bonner Ortsverbands auf der Hardthhe.

 

Foto: Hauptmann Stefan Pierkes (links), Kompaniechef der 3./FJgBtl 252, erlutert den interessierten Mitgliedern des OV Bonn den Feldjgereinsatz seiner Kompanie

 Angefangen von der Alarmierung der schichtfreien Feldjger der Kompanie ber die Inmarschsetzung erster verfgbarer krfte zur Erkundung und Aufklrung bis hin zu den Tcken der Angabe der Absturzstelle stellte der fhrer der Bonner Feldjger dabei seine "Feuertaufe" vor.

Bereits 90 Minuten nach Eingang der Absturzmeldung waren die Bonner Feldjger mit ber 10 Streifen an der ca. 150 km entfernten Unfallstelle vor Ort. Mit Fotos und Skizzen hinterlegt ging Hauptmann Pierkes auf die Besonderheiten der Absturzstelle ein. Diese wurde durch die "Eifelautobahn", die A 48, durchschnitten. Nach rascher Abstimmung mit dem verantwortlichen Flugsicherheitsoffizier des nahe gelegenen Fliegerhorstes Bschel und den verschiedenen Polizeikrften - nrdlich und sdlich der Autobahn bestanden unterschiedliche Zustndigkeiten; hinzu noch die Autobahnpolizei fr die A 48 - wurde sehr schnell entschieden, nur fr den sdlich der Autobahn gelegenen Teil der Absturzstelle einen Militrischen Sicherheitsbereich einzurichten, da sich hier die Hauptteile des Flugzeugwracks befanden. Das Gelnde nrdlich der Autobahn wurde durch Soldaten der Luftwaffensicherungsstaffel nach der Cockpit-Kanzel und dem Schleudersitz abgesucht.

Somit konnten sich die Bonner Feldjger auf en Militrischen Sicherheitsbereich und die Herausforderungen einer Absicherung des dunklen Waldstcks konzentrieren.

Da sich die beiden Piloten rechtzeitig mit dem Schleudersitz retten konnten, blieb den Feldjgern die traurige Suche nach Leichen erspart.

In seinem interessanten Vortrag referierte Hauptmann Pierkes, mit welchen Mitteln und Wegen sich die lokale und berregionale Presse Zutritt zur Absturzstelle verschaffen wollte. Die AusFhrungen des Kompaniechefs zu den vor Ort erschienenen "Vermessern" konnte das jngst aufgenommene Mitglied des Ortsverbands Bonn, Oberstleutnant a.D. Hans-Friedrich Konze - selbst"gelernter" ehemaliger Feldjgeroffizier und zuletzt aktiver Stabsoffizier im Amt fr Geoinformationswesen in Euskirchen - durch weitere fachkundige Hintergrundinformationen ergnzen. So wirkt das Militrische Geowesen nicht nur durch eine zentimetergenauen Einmessung der Wrackteile mit -gegebenenfalls kann aufgrund der Lage die sptere Absturzursache rekonstruiert werden-, auch tragen diese Experten mit ihrer Bodenbewertung dazu bei, ber das Ausma einer evtl. Kontamination zu befinden.

Sowohl aus Feldjger- als auch aus MilGeo-Sicht waren sich die beiden Referenten einig, das solche Einstze bestimmt nicht zur Regel werden mssen, wohl aber muss fr solche Einstze entsprechende Vorsorge getroffen und auch in regelmigen Abstnden berprft werden.

(Text und Foto: Oberstlt i.G. Werner Wilden)

 

Bonner Feldjger informierten ihren OV zum eDTA

Seit Mitte 2013 wird der neuen elektronische Dienst- (eDA) und Truppenausweis (eTA) in der Bundeswehr eingefhrt. Die Ausweise lsen den bisherigen Papierausweis und die PKIBw-Chipkarte weitgehend ab (Public Key Infrastructure der Bundeswehr = kryptografischer Infrastrukturdienst, der es erlaubt, auf der Basis von asymmetrischen kryptografischen Verfahren [Privat Public Key Verfahren] unterschiedliche sicherheitstechnische Mechanismen umzusetzen).

Geplant ist die Ausstattung der zivilen und fast aller Militrischen Bundeswehrangehrigen (ab Unteroffizier aufwrts).

Der neue Ausweis im Scheckkartenformat fhrt verschiedene Funktionen zusammen und ist dadurch sowohl fr Sichtkontrollen als auch fr die elektronische Nutzung flexibel einsetzbar.

Die neuen elektronischen Dienst- und Truppenausweise (eDTA) verndern auch die Arbeit der Feldjger. Die Feldjgerdienstkommandos wurden von der BWI (eigenstndige IT-Gesellschaft, an der die Bundeswehr mit 49,9%, Siemens 50,05 und die IBM 0,05% der Anteile halten) mit Lesegerten ausgestattet und im Umgang mit den modernen Terminals geschult.

Mit dem Gert knnen die Feldjger Ausweise auf ihre Echtheit und Gltigkeit berprfen und bestimmte Daten auslesen, wie etwa die organisatorische Einheit der Kartenbesitzerin oder des Kartenbesitzers.

In der Karte sind zwei Prozessorchips integriert: ein kontaktbehafteter und ein kontaktloser. Sie ermglichen elektronische Anwendungen, fr die bislang verschiedene Chipkartensysteme erforderlich waren. Auf dem elektronischen Dienst- und Truppenausweis lassen sich zudem individuelle Daten des Karteninhabers speichern, zum Beispiel Name, Dienstort, Dienstgrad und organisatorische Einheit. 

 

Foto: Lt Goldbeck, Zugfhreroffizier der 3./FJgBtl 252, erlutert den interessierten Mitgliedern des OV Bonn die Handhabung des Gerts

Der kontaktlose Chip erffnet weitere NutzungsMglichkeiten, die dezentral implementiert werden knnen. Die Bundeswehr bereitet die Nutzung dieser Funktionen gegenwrtig vor. Denkbar sind beispielsweise die elektronische Zeiterfassung, die Zutrittskontrolle zu Liegenschaften und gebuden mit und ohne PIN-Abfrage sowie eine Bezahlfunktion in Kantinen.

Mit dem neuen elektronischen Dienst- und Truppenausweis wird einer Forderung des Bundesministeriums des Innern nach Erweiterung des bisherigen Ausweises als Sicherheitsdokument gem internationaler Normen nachgekommen. Die Herstellung des Sicherheitskartenkrpers im Integration der Chips und der optischen Personalisierung - viel mehr als ein biometrisches Passbild, erfolgt durch die Bundesdruckerei in Berlin. Als technische Voraussetzung fr Beantragung, Produktion und Verteilung der eDTA wurden von der BWI Serversysteme erweitert und ein Kartenmanagementsystem zur Verwaltung der Nutzerdaten zur Herstellung der Ausweise bereitgestellt. Nach Abschluss der Pilotphase hat nun seit Mitte 2013 der Flchenrollout begonnen.

(Textquelle: Dr. P.Wienand in:  ANTENNE, Zeitschrift fr die Fhrungsuntersttztung der Bundeswehr, Ausgabe 4/2013)

(Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)

 

Gru der Bonner FJg aus Afghanistan

Der 2.Vorsitzende des OV Bonn und Kompaniechef der Bonner Feldjger, Major Lars Meinzer, sowie vier weitere Kameraden seiner Kompanie leisten derzeit Dienst im Provost Marshal Office in Mazar-E Scharif/Afghanistan.

Zur Mitte der Einsatzdauer erreichte der Ortsverband Bonn folgender Brief:

Die erwhnte bzw. auch auf dem Foto gezeigte Kompaniefahne wurde den Bonner Feldjgern bereits 2011 als sichtbares Zeichen der Solidaritt mit den im Ausland eingesetzten Feldjgern vom Ortsverband Bonn gestiftet.

Die Kompaniefahne wird von zwei in Afghanistan gefertigte Fahnenbnder geschmckt; ein Fahnenband trgt  die Aufschrift "Kameradschaft der Feldjger - Ortsverband Bonn"  und  das andere  einsatzbezogene Daten des jeweiligen Feldjgerkontingents. Nach Einsatzende wird das Fahnenband des Feldjgerkontingents nach dessen Rckkehr einen wrdigen Platz im Foyer des Kompaniegebudes erhalten.

Die Kompaniefahne mit dem Wappen der Bonner Kompanie zeigt die Farben der Bundesrepublik Deutschland. Im oberen schwarzen Feld den Feldjgerstern; im mittleren Feld auf rot ein silbernes Balkenkreuz. Links das Wappen von Andernach als Hinweis zur Grndung der Kompanie 1955 und Standort vom 15.12.1955 bis 21.05.1957.
Rechts das Wappen von Rheinbach, Standort der Kompanie vom 22.05.1957 bis 31.03.1965. Im unteren goldenen Feld der Lwe der Stadt Bonn, dem derzeitigen Standort der Kompanie. Das Wappen wurde im Dezember 1972 anlsslich der Versetzung des damaligen Kompaniechefs, Oberstleutnant Kudszus, von diesem gestiftet und wird seitdem vom Feldjgerdienstkommando Bonn gefhrt
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(Text: Oberstlt i.G. Werner Wilden)



Ein Stck Heimat fr die BONNER Feldjger

Oberbrgermeister Nimptsch berreicht Ortseingangsschild

 
fr 27 Soldatinnen und Soldaten der 3./Feldjgerbataillon 252 hie es im Jahre 2010 Abschied nehmen; Abschied von Familie, Freunden, Kameradinnen und Kameraden sowie der Heimat standen aufgrund eines Auslandseinsatzes in die Krisengebiete weltweit an.
 
Abschied nahm auch das Stadtoberhaupt der Bundesstadt Bonn, Jrgen Nimptsch (SPD). Er lie es sich nicht nehmen, seine Soldatinnen und Soldaten persnlich am Militrischen Teil des Kln/Bonner Flughafens zu verabschieden. Nachdem alle Soldatinnen und Soldaten der Bonner Feldjgerkompanie gesund aus den Einsatzgebieten zurckgekehrt waren und langsam wieder den Inlandsdienst aufgenommen hatten, berraschte der Oberbrgermeister die Bonner Militrpolizisten mit einem Besuch auf der Bonner Hardthhe. Neben einem emotionalen Video wurden in einer Gesprchsrunde die Eindrcke und Erfahrungen dem Stadtoberhaupt mitgeteilt. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt und versprach seinen Soldatinnen und Soldaten mehr Wertschtzung in der Stadt zukommen zu lassen.

Um die Trennung von der Heimat nicht so schwer zu machen, bergab der Oberbrgermeister bei einem Empfang einer Delegation der 3./Feldjgerbataillon 252 unter Fhrung des Kompaniechefs, Hauptmann Lars Meinzer, im Alten Rathaus ein Ortseingangsschild. Dazu sagte der Oberbrgermeister:

"Dieses Schild soll Ihnen symbolisch zeigen, dass ihre Heimat auch im Auslandseinsatz immer bei Ihnen ist."

Das zwischen Bonn und Afghanistan knapp 7000 km liegen aber erlebte Ereignisse wie Tot und Verwundung sehr nahe gehen knnen, erfuhren Schlerinnen und Scher einer Oberstufe eines Bonner Gymnasiums in einer anschlieenden Diskussionsrunde von ihren Bonner Feldjgern. "Ich freue mich, dass wir in unserer Stadt durch unseren Oberbrgermeister diese Wertschtzung erhalten und durch unsere Erfahrungsberichte den Menschen vor Ort die Eindrcke nher bringen knnen" sagte der Kompaniechef Hauptmann Lars Meinzer zum Abschluss der Veranstaltung.