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"Unser Lotse geht"

Unser Lotse geht. Kaum ein anderer Name, welcher enger mit der Feldjägertruppe verbunden ist als seiner.



Mit einem feierlichen Appell wurde Oberst i.G. Katz am 1. September 2017 von seiner Funktion als Chef des Stabes und Stellvertreter des Kommandeurs am Kommando Feldjäger der Bundeswehr entbunden und seine Funktion an Oberst i.G. Thieser, zuvor Abteilungsleiter der Abteilung Grundlagen und Weiterentwicklung im Kommando Feldjäger der Bundeswehr, übertragen. Ganz nach dem Motto "Ehre wem Ehre gebührt" wurde Oberst i.G. Katz nicht nur entgegen der hiesigen Wettervorhersagen bei strahlendem Sonnenschein, sondern auch unter den Augen der Feldjäger zahlreicher Gäste aus den Bereichen Bundeswehr, Politik und Gesellschaft feierlich verabschiedet. Es war ein würdiger Abschied.

Im Vorfeld wurde Oberst i.G. Katz bereits im Kreise der Kommandeure der drei Feldjägerregimenter und der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr, sowie aller Abteilungsleiter des Kommandos im Rahmen eines zünftigen Barbecues verabschiedet, welches in der OHG Bothfeld eigens organisiert wurde. Dort würdigte Brigadegeneral Schnittker, Kommandeur des Kommandos Feldjäger der Bundeswehr und Feldjägerführer Bundeswehr, mit sehr persönlichen Worten die herausragenden Leistungen dieses Stabsoffiziers und unterstrich das damit verbundene jahrzehntelange Engagement für die Feldjäger. In diesem Zusammenhang betonte Brigadegeneral Schnittker die Führungsqualitäten und die damit einhergehenden persönlichen Bindungen zu den Mitarbeitern im gesamten Aufgabenbereich und auch weit darüber hinaus. Auch die ein oder andere Anekdote, sowie die besonderen Eigenheiten von Oberst i.G. Katz wurden dabei nicht ausgelassen und sorgten für Heiterkeit. So wurde u. a. an seine Affinität für Süßspeisen erinnert, indem Oberst i.G. Katz mit einer eigens für ihn angefertigten Schokoladentorte überrascht wurde. Abschließend überreichte der Kommandeur dem Scheidenden einen eigens für ihn gravierten und angefertigten Füllfederhalter, den er stellvertretend für alle Mitglieder der Kommandeurrunde des Aufgabenbereiches übergab. Deutlich berührt nahm Oberst i.G. Katz die dann folgenden zahlreichen Glückwünsche für seine neue Verwendung entgegen und übernahm rhetorisch gekonnt, aber dennoch für ihn auffallend melancholisch, die Initiative beim gemeinsamen Anstoßen.



Im späteren Verlauf ließ es sich Oberst i.G. Katz nicht nehmen, seinen persönlichen und militärischen Werdegang Revue passieren zu lassen und betonte, dass er im Rahmen seiner militärischen Karriere stets an Vorgesetzte geriet, die ihm "sein eigenes Bild malen ließen", welches er heute "Berufung" nenne. Durch die damit verbundene Freiheit des Handelns fühlte er sich stets angekommen und "wer angekommen ist, der könne auch mit Zufriedenheit gehen". Darüber hinaus beschwor er das enge Band zwischen seiner Person und der Feldjägertruppe und attestierte dem gesamten Aufgabenbereich eine "beeindruckende Kontinuität im Denken und Tun, […] welche uns Feldjäger besonders kennzeichnet".

Am Folgetag lud Brigadegeneral Schnittker zur Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr, um der feierlichen Übergabe beizuwohnen und Oberst i.G. Katz zu verabschieden. Die besondere Verbindung zwischen Oberst i.G. Katz und "seiner" Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr resultierte aus seiner Zeit als Schulkommandeur und der damit verbundenen Mammutaufgabe, den Umzug der Schule von Sonthofen zur inzwischen als "Feldjägerhauptstadt" etablierten Stadt Hannover zu organisieren. Heute zählt die Ausbildungseinrichtung zu einer der Modernsten in Europa.



Als sich Oberst i.G. Katz in seiner Funktion als scheidender Chef des Stabes und Stellvertreter des Kommandeurs am Kommando Feldjäger der Bundeswehr im Rahmen des Appells letztmalig an die Feldjäger und die zahlreichen Gäste wandte, zeigte er sich erfreut von der sehr hohen Resonanz der hochrangigen Gäste, die der Einladung gefolgt waren. In seinen Grußworten betonte er, dass "es in der heutigen Zeit im Zusammenleben einer modernen Gesellschaft nun umso mehr darauf ankommt, sich gegenseitig wertzuschätzen und den respektvollen Umgang zu pflegen". Dies sei in der Feldjägertruppe aber längst gelebte Praxis und erfülle ihn mit Stolz. In diesem Kontext dankte er in sehr persönlichen Worten seiner Familie, besonders seinen beiden Geschwistern und ganz besonders seiner Ehefrau. Abschließend dankte er allen Soldaten und Soldatinnen, den Angehörigen und ehemaligen Angehörigen des Aufgabenbereichs bereits in seiner neuen Amtssprache und beschrieb seine Zeit im Feldjägerwesen und der damit verbundenen engen Zusammenarbeit mit den Menschen als "working with you as my best choice in my life".

Letztmalig meldete Oberst i.G. Katz den Kommandobereich an den Kommandeur und Feldjägerführer Bundeswehr zur Übergabe. Zuvor ließ Brigadegeneral Schnittker die historischen Entwicklungen im Aufgabenbereich, begonnen von den Umstrukturierungen der Feldjägerverbände bis hin zum Unterstellungswechsel unter das Kommando Streitkräftebasis (KdoSKB), Revue passieren. Dabei betonte Brigadegeneral Schnittker, dass es ihn stets mit Freude erfüllt habe, wie er als Kommandeur und Feldjägerführer Bundeswehr von seinem Kommandodeck aus beobachten konnte, wie Oberst i.G. Katz als Lotse mit dem Schiff stets den richtigen Kurs einschlug.

Als Ehrenredner skizzierte dann der Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Bohrer, die Lebenslinien von Oberst i.G. Katz und zitierte auch aus der ein oder anderen Beurteilung. Er beschrieb das Wirken von Oberst i.G. Katz als eine "ständige Reise, die auch nach Übergabe der Dienstgeschäfte noch lange nicht zu Ende ist" und führte fort, dass "sich nun die nächste Reise anschließt". Besonders würdigte er die Leistungen im Zusammenhang mit dem Umzug der Schule für Feldjäger und Stabsdienst von Sonthofen nach Hannover. "Auch wenn der Körper der Schule zurückgelassen werden musste", so sei es u. a. Oberst i.G. Katz zu verdanken, dass "die Seele mitgenommen wurde und nun hier in Hannover weiterlebt". In diesem Zusammenhang zitierte er den "typischen Oberst i.G. Katz", der immer motivierend entgegnete: "Jetzt ruft die Heide und nicht mehr der Berg." Abschließend verglich Generalleutnant Bohrer die Leistungen der "grauen Eminenz der Truppengattung" mit dem Lieblingslied von Oberst i.G. Katz als "you did it your way."



Im Anschluss wurde die Kommandoübergabe vollzogen, der Dienstposteninhaber von den Dienstgeschäften als Chef des Stabes und Stellvertreter des Kommandeurs am Kommando Feldjäger der Bundeswehr entbunden und seine Funktionen an Oberst i.G. Thieser übertragen. Im Rahmen des sich anschließenden Empfangs nutzten die zahlreichen Gäste und die langjährigen Weggefährten sowie die Soldatinnen und Soldaten aus dem gesamten Aufgabenbereich die Möglichkeit, sich von ihrer "grauen Eminenz" zu verabschieden und den neuen Chef des Stabes zu beglückwünschen. Als Eröffnender ließ es sich Brigadegeneral Schnittker nicht nehmen, Oberst i.G. Katz den Goldcoin der Feldjäger zu übergeben, welcher symbolisch als Zeichen seiner Leistungen für den Aufgabenbereich steht. Anschließend übernahm der Bundestagsabgeordnete Lorenz, Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss, das Wort und würdigte die Leistungen des ehemaligen Chef des Stabes. Ihm folgend sprach der ehemalige Stellvertreter des Generalinspekteurs und Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral a.D. Kühn, welcher die Professionalität der Feldjägertruppe und das damit einhergehende Wirken des Oberst i.G. Katz skizzierte und auch die ein oder andere persönliche Anekdote, wie ein zufälliges Aufeinandertreffen am Timmendorfer Strand, nicht aussparte. Weitere Festredner waren Oberst a.D. Dietz, einer unserer ehemaligen Inspizienten, und unser Pater Vincens. In seiner beeindruckenden Ansprache verwies dieser auf die Besonderheiten des Soldatenberufes und betonte, dass die Menschen den Eid unserer Soldaten, "die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen", voll in Anspruch nehmen würden und man sich diesem Anspruch stets bewusst sein sollte. Oberst i.G. Katz würdigte er u. a. als ein Alphatier, dem man bedingungslos folgen würde und als einen Bruder im Glauben. Eine ganz besondere Überraschung war dann die persönliche Verabschiedung von "seinem Küchenteam" der Scharnhorst - Kaserne.

Zum Schluss wurde er nochmals persönlich und Oberst i.G. Katz verabschiedete sich mit einer Hommage an seine Frau und seine Familie. Mit ehrenwürdigen Worten dankte er abschließend allen Menschen, die ihn auf seinem bisherigen Weg begleiteten und wünschte seinem Nachfolger, Herrn Oberst i.G. Thieser, das nötige Fortune.

Seit mehr als 20 Jahren war Oberst i.G. Katz mit Unterbrechungen in Hannover stationiert: Von 1995 bis 2001 war er Kommandeur des Feldjägerbataillons 720 sowie Kommandeur der Unterstützungskräfte während der Expo im Jahr 2000. Als Kommandeur der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundesehr kehrte er 2009 im Rahmen des Umzuges von Sonthofen nach Hannover zurück. Vier Jahre später wurde er Chef des Stabes und Stellvertreter des Kommandeurs des Kommandos Feldjäger der Bundeswehr. Seine nächste Station: Oberst i.G. Katz wird im September Leiter der deutschen Delegation beim Allied Command Transformation, der Denkfabrik der NATO in Norfolk (Virginia).

Oberst i.G. Thieser ist seit 1985 Soldat, wurde nach der Offizierausbildung und dem Studium der Betriebswirtschaftslehre u. a. als Zugführer und KpChef in München und Roding eingesetzt. Er absolvierte im Jahre 2000 den 41. Generalstabslehrgang des Heeres, hatte danach Verwendungen im Heeresführungskommando, Heeresamt, Führungsstab des Heeres sowie im Streitkräfteunterstützungskommando. Nach seiner Verwendung als Kommandeur des Feldjägerbataillons 350 in Berlin war er wiederum im BMVg im Einsatzführungsstab und in der Abteilung Strategie und Einsatz eingesetzt, dem seine Verwendung als Abteilungsleiter Weiterentwicklung im KdoFJgBw folgte. Oberst i.G. Thieser hat verschiedene Besondere Auslands-verwendungen in den Einsätzen IFOR, SFOR, KFOR, ISAF und UNAMA abgeleistet.

Text: Stefan Otto, Major; Bilder: Kai-Axel Döpke


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