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"Grundausbildung für Seiteneinsteiger" oder "als Oberstleutnant in der Grundausbildung" - ein neues Karrieremodell

Die Premiere ist geglückt! Können Zivilisten, die überwiegend älter sind und umfangreiche zivilberufliche Erfahrungen gesammelt haben, in sechs Wochen zum Soldaten heranwachsen?



Diese Frage stellte sich auch die I. Inspektion der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr, die zusammen mit dem Personal der IV. Inspektion das Training "Grundausbildung Seiteneinsteiger" vorbereitet und vom 3. Juli bis 11. August 2017 durchgeführt hat. Die 31 Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer, die im Dienstgrad Oberleutnant bis Fregattenkapitän bzw. Oberstleutnant eingestellt wurden, hatten sehr unterschiedliche Lebens- und Berufserfahrungen vorzuweisen. Vom IT-Spezialisten, einem Gästeführer im Deutschen Bundestag bis hin zum selbstständigen Journalisten oder Geschäftsführer. Die Lerngruppe hatte einiges zu bieten. In diversen Gesprächen fielen Sätze wie: "Man ließ mich im IT-Bereich nicht mehr weiterentwickeln" bis hin zu: "Meine Familie hatte schon immer militärische Wurzeln, aufgrund persönlicher Veränderungen hatte ich jetzt endlich die Chance, bei der Bundeswehr zu beginnen". Neben der Bandbreite an unterschiedlichen Erfahrungen reichte die Altersspanne von 23 bis 53 Lebensjahren. Alle Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer hatten dennoch eins gemeinsam: eine hohe Motivation, das "Abenteuer Bundeswehr" zukünftig für sich zu entdecken.

Gemäß der Personalstrategie der Bundeswehr muss sich die Bundeswehr als ein wettbewerbsfähiger, moderner und attraktiver Arbeitgeber positionieren. Demnach profitiert auch die Bundeswehr von der Expertise und der Erfahrung neu definierter Zielgruppen. "Wir können froh sein, solch kompetente und sehr gut ausgebildete Menschen für die Bundeswehr zu gewinnen. Nun muss das Individualprofil nur noch zum Anforderungsprofil passen, dann ist jeder einzelne ein Gewinn für die Bundeswehr", äußerte Major Stephan Zickelkau aus der I. Inspektion, der den Inspektionschef zeitweise vertrat. Im Rahmen der Trendwende Personal und des sogenannten "atmenden Personalkörpers" ist die Gewinnung von bereits qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern (z.B. mit abgeschlossenem Studium) als Seiteneinsteiger immer mehr in den Vordergrund gerückt. Aufgrund des demografischen Wandels stehen zukünftig weniger Schulabgänger zur Verfügung. Darüber hinaus steht die Bundeswehr einer Gesellschaft gegenüber, die sich in vielfältigen und komplexen Strukturen stets weiterentwickelt.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurden an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr umfangreiche Maßnahmen für die Durchführung dieses Pilotprojekts getroffen. So erfolgte im Vorfeld beispielsweise eine "Ausbildung der Ausbilder" im Bereich Menschenführung, um auf die Besonderheiten der Lerngruppe einzugehen und um gemeinsam kreative Ansätze für die Ausbildung zu finden. Um die Ausbildung dann tatsächlich zu "stemmen", wurden die Ausbilder aus der "grundausbildungserfahrenen" IV. Inspektion in die I. Inspektion kommandiert. Der Mix aus Stabsoffizieren als Führungspersonal zusammen mit der Expertise aus dem Bereich der Grundausbildung erforderte viel Abstimmung, führte dann aber auch zu einem zielführenden Ergebnis. In enger Abstimmung mit dem Bereich Lehre/Ausbildung wurden die Inhalte der Grundausbildung sorgfältig durchdacht und lerngruppenspezifisch angepasst. Denn was muss gemacht werden, um in nur sechs Wochen aus einem Zivilisten einen Soldaten zu machen? Die Verantwortlichen haben sich nicht nur für zielgerichtete Ausbildungsabschnitte im Bereich der Handwaffen- und Schießausbildung entschieden, sondern neben der Sanitätsausbildung und Ausbildung in allgemeinen militärischen Themen stand auch Recht auf dem Dienstplan. Zusätzlich ist man auch auf Wünsche, so zum Beispiel mit Ausbildungspersonal über die "Anforderungen an einen Offizier" sprechen zu können, in einer Abendveranstaltung im Standortoffizierheim eingegangen.

Besonders angetan war man nach sechs Wochen vom Gefühl der Kameradschaft, die man insbesondere auf dem Standortübungsplatz während der Gefechts- und der Schießausbildung erfahren hatte. Mit Blick auf die vorangegangenen Erfahrungen der Lehrgangsteilnehmer im Berufsalltag hatte man dieses Gefühl von Teamwork und Kameradschaft häufig vermisst. Sowohl die Ausbilder als auch die Lehrgangsteilnehmer haben den Lehrgang insgesamt als fordernd, aber auch spannend und gut empfunden. Die Ausbilder bewiesen, dass sie ein "Händchen" für gute Ausbildung haben, da sie insbesondere auf die individuellen Bedürfnisse eingehen konnten.

Alle Soldatinnen und Soldaten absolvierten demnach die verkürzte Grundausbildung erfolgreich und konnten guten Gewissens in ihre zukünftigen Dienststellen versetzt werden."Ein Gewinn für die Bundeswehr und ein guter Lehrgang mit einem guten Ergebnis fasste Oberst Dirk Weschollek, Leiter Bereich Lehre/Ausbildung und stellvertretender Schulkommandeur, am Abschlussabend den Lehrgang zusammen.

Text: Vivien Rummler; Bild: Kai-Axel Döpke


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