Feldjäger bei VJTF - Feldjäger

Kameradschaft der Feldjäger
Direkt zum Seiteninhalt
Landkarte Bundesweit
Kameradschaft der Feldjäger
Kameradschaft der Feldjäger e.V.
Telefon 0511 / 47 46 88 44
Kugelfangtrift 1 | 30179 Hannover
Vorschau der Veranstaltungen /Termine bundesweit
Die aktuelle Ausgabe
Scancode

Feldjäger bei VJTF

Feldjaegertruppe
Mit Sicherheit in den Einsatz: Die Feldjägertruppe überwacht die Verlegung der schnellen NATO-Eingreiftruppe
 
Für den Krisenfall verfügt die NATO über eine schnelle Eingreiftruppe: die sogenannte „Very High Readiness Joint Task Force“ (kurz VJTF). Die Führung übernehmen die Bündnispartner im Wechsel. 2019 ist Deutschland die verantwortliche Nation. Bei einer Alarmierung müssen mehr als 8 000 deutsche VJTF-Kräfte in wenigen Tagen weltweit an jeden Krisenherd gelangen. Als „aufmarschführendes Kommando“ koordiniert die Streitkräftebasis (SKB) mit Sitz in Bonn die Verlegung der Bundeswehrsoldaten und auch der Streitkräfte anderer Nationen, die Deutschland als Transitland nutzen. Dabei greift die SKB auf ihre Fähigkeitskommandos zurück – wie das Kommando Feldjäger der Bundeswehr.
 
„Die Feldjäger sind organischer Bestandteil der Verlege-Kette“, erklärt Oberstleutnant Hans-Werner Wesch (56) vom Kommando Feldjäger der Bundeswehr aus Hannover. Sie sind für die Sicherheit von Mensch und Material auf dem Weg in den Einsatz zuständig. „Bis zur Landesgrenze“, sagt Wesch, der Leiter des Dezernates Feldjägerdienst im Inland und Zentrale Aufgaben Feldjägereinsatz, „dann übernehmen Soldaten der jeweiligen Nation.“ Via Wasser, Schiene, Straße oder Luft: Die Feldjäger überwachen, dass jede Verlegung nach Plan verläuft.
 
Sabotageversuche abwehren
 
Gefahrgut wie Waffen, Munition, sensible Dokumente oder auch Fahrzeuge müssen bewacht werden. Wesch: „Anschlags- oder auch Sabotageversuchen wirken wir so entgegen.“ So spielen die Feldjäger die entscheidende Rolle bei der Sicherung der Verlegung. Auch, ob die Kolonnen im Zeitplan sind oder gar verlangsamt werden müssen oder eine gesperrte Strecke umfahren werden muss, haben die Feldjäger im Blick. Dabei arbeiten sie eng mit dem Logistikzentrum der Bundeswehr zusammen, das die Marschrouten ausarbeitet.
 
Fällt ein Fahrzeug aus oder wird in einen Unfall verwickelt, rückt eines der bundesweit 23 Feldjägerdienstkommandos aus und unterstützt die deutschen Kameraden und auch die anderer NATO-Partner im Rahmen des „Host Nation Supports“. Letztlich verlegt der deutsche Anteil VJTF im Falle einer Aktivierung aus den Kasernen zu einem der drei Knotenpunkte, den „ports of embarkation“. Hier – sowie während Zwischenstopps zwecks Rast, Verpflegung, Betriebsstoffaufnahme – übernehmen die Feldjäger die Absicherung.
 
Wesch: „Wir sind vorbereitet!“
 
„Wir verstehen uns als Service-Provider“, erklärt Wesch, „wir sind da, wenn wir gebraucht werden und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.“ Eng ist das Kommando dabei mit anderen „Playern“ wie dem Kommando SKB, den Truppenteilen, die verlegen, der Polizei, anderen Militärpolizeien sowie u. a. den Logistikern der Truppe vernetzt. Wesch: „Wir sind vorbereitet: Die Aufkommensorte sind bekannt, die beteiligten Truppenteile, die ports of embarkation, die Marschstrecken.“ Nur das Ob und Wann sei unklar. „Ich hätte aber nichts dagegen, all das für den Papierkorb erarbeitet zu haben“, sagt Wesch.
 
Text: Jasmin Henning, LKdo NI – Bilder: Bundeswehr / PIZ SKB



Copyright © 2019 Kameradschaft der Feldjäger e.V. Alle Rechte vorbehalten. (Gegründet am 8.12.1980)
Zurück zum Seiteninhalt