Home
Ortsverband Bonn:

Herr
Stabshauptmann a.D.
Wolfgang Stallmach
Gebrüder-Wright-Str. 9
53125 Bonn
Tel./Fax: 02 28-25 04 08
ov-bonn@feldjaeger.de

 


Der am 11.03.2014 für 3 Jahre gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender : Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach
2. Vorsitzender :
René Goldbeck
Schriftführer : Oberstleutnant d.R. Peter Henle
Kassenwart : Hauptfeldwebel d.R. Jürgen Stuhm
Beisitzer : Oberstleutnant i.G.


Werner Wilden

Albert Liesegang

Ingo Griesenbach

Michael Kremer

Lea Wehmeier

Helmut Dormanns

Hans Wehmeier
Kassenprüfer: Hauptmann a.D.

Oberstleutnant d.R.


Günter Zeranski

Wolfgang Spielmann

Werner Käß





Veranstaltungen 2017

07.03.2017
Mitgliederversammlung mit Neuwahlen

Ort: OHG Bonn-Hardthöhe
Einzelheiten zu Veranstaltungen werden zeitgerecht bekanntgegeben.

Interessenten zu Veranstaltungen können sich beim 1. Vorsitzenden vormerken lassen. Ihre frühzeitige Interessenbekundung gibt uns eine bessere Planungssicherheit, die sich positiv auf unsere zur Verfügung stehenden Finanzen auswirken wird. Um die Teilnehmerbeiträge im bisher günstigen Umfang halten zu können und ggf. auch durch einen Zuschuss aus der Vereinskasse im vertretbaren Rahmen unterstützen zu können, wird deshalb um frühestmögliche Interessenbekundung/ Anmeldung gebeten.

Dazu genügt ein einfacher Anruf (0228/250408) oder eine E-Mail an die nachfolgende Adresse:

Der Feldjägerstammtisch des OV Bonn findet auch zukünftig als regelmäßiges Treffen grundsätzlich am ersten Dientag im Monat ab 17.30 Uhr im KpGebäude 6./FJgRgt 2  statt.
Eine gute Gelegenheit, die Verbindung zwischen den Aktiven, Ehemaligen und Freunden der Feldjägertruppe weiter zu vertiefen. Diese Veranstaltung wird hin und wieder mit interessanten Vorträgen angereichert werden.

Die nächsten Termine :




 
03.01.2017 07.02.2017 07.03.2017 04.04.2017 02.05.2017 06.06.2017
04.07.2017 01.08.2017 05.09.2017 10.10.2017 07.11.2017 05.12.2017

Besuchen sie uns bei unseren Veranstaltungen – dort erfahren sie immer etwas (mehr)!






Besondere Geschenke zu Heiligabend in Bonn
Traditionell an Heiligabend besuchte eine kleine Abordnung aus dem Vorstand des Ortsvorstandes Bonn am 24.Dezember 2016 die diensthabende Schicht im Feldjägerdienstkommando Bonn, um ihr im Namen der Kameradschaft der Feldjäger e.V. Grüße und Wünsche zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr  zu überbringen. Wie all’ die Jahre hatte die Kameradschaft für jeden diensthabenden Feldjäger eine Tüte mit essbaren Sachen, aber  natürlich auch einige Kiste mit alkoholfreien Getränken  mitgebracht.

Es ist bereits seit mehreren Jahren guter Brauch, dass einige Vorstandskameraden des Ortsverbands Bonn an Heiligabend im Feldjägerdienstkommando Bonn erscheinen und den anwesenden Soldatinnen und Soldaten persönlich die besten Wünsche zum Weihnachtsfest übermitteln. In diesem Jahr jedoch hatte die Kameradschaft eine zusätzliche Weihnachtsüberraschung im Gepäck. Ein Mikrowellen-Kombi-Gerät mit Grill- und Heißluftfunktion soll den diensthabenden Frauen und Männern jederzeit – nicht nur an Heiligabend – die Gelegenheit geben, sich unabhängig von den Öffnungszeiten der Kantinen während ihres Schichtdienstes mit warmem Essen zu versorgen.

Sichtlich erfreut nahmen die anwesenden Soldaten die Mitbringsel entgegen. Der diensthabende Schichtführer der Bonner Feldjäger, Herr Oberstabsfeldwebel  Dirk Schwabe und seine Schicht bedankten sich stellvertretend für alle Soldatinnen und Soldaten der Kompanie für die kameradschaftliche Unterstützung und Betreuung des Ortsverbands Bonn sowie das auch zum diesjährigen Weihnachtsfest wieder gesetzte Zeichen der Solidarität durch den Ortsverband der Kameradschaft.
In kleiner Runde wurden dann noch die Besonderheiten des Dienstes über die Feiertage von einst mit den heutigen Gegebenheiten im kameradschaftlichen Gespräch verglichen. Dabei konnte einhellig festgestellt werden, dass sich die generellen Anforderungen an die Bonner Feldjäger trotz zwischenzeitlich geänderter Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändert haben.

Der Vorstand des Ortsverbands Bonn wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Bekannten sowie allen in den ausländischen Einsatzgebieten Dienst leistenden Soldatinnen und Soldaten viel Soldatenglück sowie Gesundheit und alles erdenklich Gute für das Neue Jahr.

(Text und Fotos: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)







Rückblick und Ausblick beim OV Bonn

Traditionell um de Gründungstag wird beim Ortsverband Bonn das Jahresabschlussessen durchgeführt. Dass dieses Datum in diesem Jahr mit dem Vorabend des 1.Advent zusammenfiel, mag – neben einer Reihe von kurzfristigen Absagen aus gesundheitlichen Gründen - eine weitere Erklärung für die mittelmäßige Resonanz gewesen sein. Am Programm der Veranstaltung lag es ganz gewiss nicht! Es begann nach der Begrüßung durch den 1.Vorsitzenden des Ortsverbands, Herrn Stabshauptmann a.D. Wolfgang Stallmach zunächst mit einem Nachmittagskaffee bzw. Tee mit weihnachtlichem Gebäck und steigerte sich dann zunehmends. Stabshauptmann a.D. Stallmach ehrte in seinem Rückblick sechs anwesende Mitglieder für 10, 25, 30 bzw. sogar 35jährige Mitgliedschaft in der Kameradschaft.

Aber auch die nicht anwesenden Auszuzeichnenden wurden alle genannt: Dies sind

- für 10jährige Mitgliedschaft:

  Frau Wehmeier, Hauptfeldwebel Kremer und Oberfeldwebel d.R. Graunke

- für 15jährige Mitgliedschaft: Oberleutnant Wermeling und Oberstleutnant Couwenbergs, M.

- für 20jährige Mitgliedschaft ist Obergefreiter d.R. Paffrath auszuzeichnen

- 25 Jahre Mitglied in der Kameradschaft sind: Stabsfeldwebel d.R. Dormanns,

  Oberstabsfeldwebel Wöhrmann und Oberst d.R. Pohl

- zur Ehrung für 30jährige Mitgliedschaft stehen bzw. standen an:

  Stabshauptmann a.D. Stallmach,  Major d.R. Krott,  Oberfeldwebel d.R. Schumacher und

  Hauptfeldwebel a.D. Mattick

- Seit dem Jahr der Gründung des Ortsverbands dabei und daher für 35 Jahre Mitgliedschaft
  zu ehren sind:

  Oberfeldwebel d.R. Krumbein, Oberfeldwebel d.R. Goehl,  Hauptfeldwebel d.R. Stuhm,
  Hauptfeldwebel d.R. Niedhammer, Stabsfeldwebel d.R. Forens, Hauptmann a.D. Sauer,
  Oberstleutnant d.R. Spielmann, Oberstleutnant d.R. Henle, Oberstleutnant d.R. Blume,
  Oberstleutnant a.D. Redlich, Oberstleutnant a.D. Schadt, Oberstleutnant d.R. Wolf,
  Oberstleutnant a.D. Zillien, Oberst a.D. Senger und Oberst a.D. Erdmann.

Allen Jubilaren an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch – halten sie der Kamerad-schaft der Feldjäger auch weiterhin die Treue!

Obwohl eine Veranstaltung grundsätzlich nur einen Höhepunkt haben sollte, konnte mit einem brillianten Kurzvortrag von Herrn Oberst i.G. Hubert Katz ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt werden. Mit seiner fesselnden Vortragsart versuchte der Chef des Stabes und Stellvertretende Kommandeur im Kommando Feldjägerwesen Bundeswehr in Hannover die  Frage zu beantworten, ob der Aufgabenbereich Feldjägerwesen auf die Einsätze im Ausland und ggf. auch im Inland optimal aufgestellt und welche aktuellen Rahmenbedingungen derzeit Auswirkungen haben bzw. zu berücksichtigen sind. Zudem gab Oberst i.G. Katz einen kleinen Ausblick auf die Zukunft des Feldjägerwesens. Dabei ging er neben den Themen Arbeitszeitverordnung für Soldaten, Anforderungen aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und Inhalten der von der Bundesverteidigungsministerin ausgerufenen Trendwende Personal auch auf Punkte ein, die zuvor der Kommandeur des Kommandos Feldjägerwesen Bundeswehr, Herr Brigadegeneral Udo Schnittker, aktuell in einem Strategiegespräch mit dem Inspekteur der Streitkräftebasis, Herrn Generalleutnant Martin Schelleis, erörtert hatte. So wies Oberst i.G. Katz erfreut darauf hin, dass der Aufgabenbereich Feldjägerwesen zukünftig einen weiteren kleinen personellen Aufwuchs erfahren wird. Auch das Auftragsspektrum wird aller Voraussicht nach in einer Form erweitert werden, wie es bis vor kurzem noch nicht denkbar gewesen sein dürfte. All’ diese neuen Informationen wurden während und nach dem Vortrag, aber auch noch beim anschließenden Jahresabschlussessen intensiv mit und unter allen Anwesenden diskutiert.

Als letzten Programmpunkt und eigentliches Jahresabschlussessen hatte das Küchenteam der Offizierheimgesellschaft Bonn-Hardthöhe wieder ein kalt-warmes Buffet gezaubert, das alle Gäste in Erstaunen und Begeisterung versetzte. Neben diversen Salaten und einer Räucherfischplatte als „Top-Acts“ bei den kalten Vorspeisen über die herzhafte Lauchcremesuppe, dem vorweihnachtlichen Wildgulasch in Enzianrahmsauce über die „obligatorischen“ Schweinemedaillons mit diversen Beilagen als Hauptgerichte bis hin zum Mousse au Chocolat sowie einer umfangreichen Käseplatte hatte der Küchenchef mit einem Team eine Kreation zusammengestellt, bei dem für jede Genießerin bzw. jeden Genießer etwas dabei war und das selbstverständlich auch keine Wünsche offen ließ.

Mit dem Wunsch nach einer ruhigen Adventszeit, einem besinnlichen Weihnachtsfest sowie einem guten Rutsch ins Neue Jahr, verbunden mit der Hoffnung auf eine den Umständen erträgliche Gesundheit für alle, verabschiedete Stabshauptmann a.D. Stallmach im Namen des Vorstands die anwesenden Gäste des Jahresabschlussessens am späten Abend.
(Text u. Fotos: Oberstleutnant i.G. Werner Wilden






Ortsverband Bonn von NS-Ordensburg Vogelsang beeindruckt  
Einen nachhaltigen Eindruck hat der Erinnerungsort der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang bei der Besuchergruppe des Ortsverbands Bonn der Kameradschaft der Feldjäger am 22. Oktober 2016 hinterlassen. Mit gut aufbereiteten Informationen erlebte die Gruppe in einer Spezialführung auf einem geführten Plateaurundgang eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bauwerks. Der Referent der Führung, Herr Dirk Küsters, stellte die Bedeutung von Vogelsang als NS-Ordensburg, aber auch in der späteren Nutzung als Teil eines Truppenübungsplatzes unter belgischer Leitung und der heutigen Nutzung als Informationszentrum des Nationalparks Eifel heraus. Neben den drei Exponaträumen „Ehrenhalle“, „Burgschänke“ und „Kameradschaftshaus“ wurden in der Spezialführung die verschiedenen Perspektiven des historischen Orts Vogelsang vermittelt.
Während hierbei im ersten Teil durch die angereisten „gelernten“ Feldjäger bei Zweck und Nutzung der Anlage die Zusammenhänge und Parallelen zur ehemaligen Feldjägerschule in der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen deutlich wiedererkannt wurden, schwenkte die Geschichte Vogelsangs zum Ende des 2. Weltkriegs dann in einen deutlich regionalen Bezug. Stichworte wie „Schlacht im Hürtgenwald“ und „Vormarsch der Amerikaner zum Rhein“ können durch den militärgeschichtlich bewanderten Besucher dabei mühelos in einem  Zusammenhang gebracht werden. Eindrucksvoll schilderte Herr Küsters, wie zunächst die Amerikaner, dann nach Bildung der Besatzungszonen in Deutschland, der für die britische Zone verantwortliche Feldmarschall Montgomery zunächst den Auftrag zur Sprengung („blow it up“) gab, letztendlich aber der Schaffung eines 43 Quadratkilometer großen „deutschfreien Gebiets“ um die Burg einwilligte, was in Folge zur kurzfristigen Räumung der Ortschaft Wollseifen innerhalb von 14 Tagen (zum 01.09.1946) und Gründung der Aussiedlerhöfe Raffelsbrand im Hürtgenwald führte.

Von 1950 bis 2005 wurde die ehemalige NS-Ordensburg durch das belgische Militär als Camp Vogelsang genutzt; das Gebäude der belgischen Militärpolizei ist als solches heute noch an der Zufahrt zur Burganlage erkennbar. Der durch das Militär genutzte Unterkunftsblock „van Dooren“, von den Nationalsozialisten als „Haus des Wissens“ mit gigantischen Ausmaßen (100 x 300 m) geplant, dann aber nur in Teilen errichtet, wie auch ein durch die belgische Armee eingerichtetes Theater- und Truppenkinogebäude durften zusätzlich im Rahmen der Spezialführung von innen besichtigt werden.
       
Nach dem Mauerfall und dem Aufräumen durch das Militär wurde Vogelsang nun inmitten eines Naturschutzgebiets – vergrößert als Nationalpark, in dem die umliegenden Landes-Forstbetriebe aus ihrer eigentlichen Nutzung herausgenommen wurden – zu einem  „internationalen Platz (IP)“ mit Ausstellungs- und Bildungszentrum, außerschulischem Lern- sowie kulturellem Veranstaltungs- und Tagungsort ausgebaut. Für den Naturpark bestehen sehr restriktive Auflagen für die Besucher; hier will man die Natur sich selbst überlassen, der Mensch darf nicht in das ökologische System eingreifen.

Erst kurz vor dem Besuch des Ortsverbands, am 11. September 2016 wurde das neue Forum Vogelsang IP mitten im Nationalpark Eifel feierlich eröffnet. Neben den Ausstellungsbereichen bietet das neue Forum Vogelsang IP ein Seminar- und Tagungszentrum, eine Gastronomie mit außergewöhnlichem Landschaftsblick sowie eine Aussichtsplattform auf dem 48 Meter hohen historischen Turm. Nach 4 ½ Jahren Bauzeit wurde aus dem historischen Zentralbau der 100 ha großen, denkmalgeschützten Anlage Vogelsang ein modernes, 12.500 m² umfassendes Besucher- und Ausstellungszentrum. Herzstücke des Projekts sind neben dem 1.800 m² großen Besucherzentrum zwei große Ausstellungen, die einen zeitgerechten, barrierefreien und 4-sprachigen Zugang ermöglichen. Die nachdenklich machende Dauerausstellung „Bestimmung. Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ bietet darüber hierbei weitere vielfältige Betrachtungen zum Erinnerungsort Vogelsang.

Wenngleich mit herzhaftem Eifelwetter Witterungsverhältnisse herrschten, die im zumeist sonnigen Allgäu seltener anzutreffen sind, empfanden die Teilnehmer den diesjährigen Jahresausflug des Ortsverbands Bonn als einen gelungenen Tag!

(Werner Wilden)







Zurück zu den Wurzeln - Ausflug des Ortsverbands Bonn nach Andernach
Ein Herbstausflug führte den Ortsverband Bonn gewissermaßen zurück zu den Wurzeln der Bonner Feldjägerkompanie. Diese ging nämlich aus der Militärpolizei-Lehrkompanie hervor, die als eine der ersten Einheiten der Bundeswehr 1956 in Andernach aufgestellt wurde. Deshalb ist das Andernacher Stadtwappen im Kompaniewappen der Bonner Feldjägerkompanie enthalten. Die Aufstellung des Heeres der Bundeswehr begann in Andernach in Baracken auf dem Gelände der heutigen Krahnenberg-Kaserne, wo auch der damalige Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer erstmals eine angetretene Formation von Soldaten der Bundeswehr begrüßte.
Das war der geschichtliche Hintergrund für einen Ausflug zu einer touristischen Sehenswürdigkeit: Der Geysir Andernach ist mit 50 bis 60 Metern der weltweit höchste Kaltwassergeysir. Er wird durch Kohlendioxidgas angetrieben - vergleichbar mit einer geschüttelten Mineralwasserflasche. Seit 2009 ist er regelmäßig zu besichtigen und eine der Attraktionen im Vulkanpark sowie Teil des Nationalen Geoparks Vulkanland Eifel.

Der Ausflug begann mit einer gemeinsamen Bahnfahrt ab Bonn-Hauptbahnhof. Anders als am Steuer eines Autos konnte man hierbei die Schönheit des Rheintals gebührend bewundern. In Andernach führte der Fußweg zum Rhein durch die Altstadt mit einigen historischen Gebäuden. Ein erstaunlich großer Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist erhalten und vor der Stadtmauer mit Türmen ist seit 2010 ein Stadtgarten mit Nutzpflanzen, in dem Pflanzen und Pflücken erlaubt sind: „Die Essbare Stadt“.

Als die Rheinanlagen erreicht waren, fiel schon von Weitem das Geysir-Erlebniszentrum auf durch seine hochmoderne Architektur. Ein Scout begrüßte dort die Gruppe und führte sie in das Erlebnis auf vier Ebenen ein. Dann vermittelte ein besonderer Fahrstuhl auf frappierende Weise optisch und akustisch die Illusion, in einem Schacht-Förderkorb in 4.000 Meter Tiefe hinabzufahren. Dort wurden die Besucher mit optischen Eindrücken von glühend heißem Magma empfangen. Von dieser Tiefe aus konnte man den Weg des Kohlendioxids anschaulich verfolgen über die Begegnung mit Grundwasser auf der zweiten Ebene und die Auswege zur Erdoberfläche auf der dritten Ebene bis hin zur oberirdischen, vulkanischen Eifel-Landschaft auf der vierten Ebene.

Auf der Dach-Aussichtsplattform konnte man sich davon ausruhen und seine Blicke schweifen lassen in die reale Umgebung. Präsentationen zum Geysir und zum Vulkanismus auf allen vier Ebenen lockten durch originelle, spielerische Versuchsanordnungen auch viele Familien mit Kindern im Schulalter an.
Nach dieser Einstimmung ging es per Schiff in einem touristisch attraktiven Abschnitt des Rheintals einige Kilometer rheinabwärts zum Namedyer Werth. Dort war dann, angekündigt durch einiges Brodeln und Zischen, als Höhepunkt des Programms das Naturschauspiel des Geysirsprungs zu bewundern. Nach Rückkehr mit dem Schiff zur Andernacher Rheinpromenade diente als Hintergrund des Gruppenfotos das mittelalterliche Rheintor, das innen zwei lebensgroße Statuen enthält, die als „Andernacher Bäckerjungen“ gedeutet wurden. Einer Sage nach sollen diese die Stadt vor der Eroberung bewahrt haben durch den Einsatz von Bienenkörben als Waffen gegen Angreifer. In der Altstadt draußen sitzend führte die Gruppe bei einem Angebot von Federweißem und Zwiebelkuchen angeregte Gespräche in kameradschaftlicher Runde.
Mit dabei war auch Stabsfeldwebel a.D. Erich Neiß, der zu den ersten Feldjägern gehörte. Von den Anfängen erzählte er, dass er auch an Samstagen bis 16.00 Uhr Dienst hatte. Damals hatte kaum einer der Soldaten ein Auto und bei langer Bahnfahrt nach Hause war das Wochenende nur sehr kurz. 1956 lernte er Andernach noch kennen als einen gemütlichen, kleinen Weinort aus Altbauten - heute erkennt er die Stadt kaum wieder wegen vieler neuer Gebäude.

Bei seinem Ausflug hatte der Ortsverband Bonn zweifaches Glück: Erstens weil an diesem Tag kein Bahnstreik war - anders als in den Tagen davor und danach. Und zweitens, weil man „Goldenen Oktober“ im sonnigen Rheintal genießen konnte. Erst bei der Rückkehr vom Geysirsprung kamen allmählich Schleierwolken auf. Nach einem erlebnisreichen Tag kamen die Teilnehmer zufrieden wieder nach Bonn zurück.

Text u. Fotos: Peter Henle, Oberstleutnant d.R.







Feuertaufe für die Bonner Feldjäger 

Die Einnahme der neuen Bundeswehrstruktur führt auch zu Veränderungen im Feldjägerwesen. Auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland wird zukünftig aus 23 Feldjägerdienstkommandos heraus Feldjägerdienst geleistet; hinzu kommt die Personenschutzkompanie des Berliner Feldjägerregiments. Diese Umstrukturierung bedingt leider auch die Auflösung traditionsreicher Feldjägereinsatzkompanien.

Nachdem bereits 2005 das Feldjägerdienstkommando Köln als nördlicher Nachbar der Bonner Feldjäger mit dem Feldjägerdienstkommando Bonn fusioniert wurde, wird mit der neuen Bundeswehrstruktur nun das südlich gelegene Feldjägerdienstkommando Koblenz zum 01.04.2014 aufgelöst. Der ehemalige Einsatzraum der Koblenzer Feldjäger wird auf die Feldjägerdienstkommandos Mainz und Bonn verteilt.

Mit der Übernahme der Verantwortung über den neuen Einsatzraum durch die Bonner Feldjäger wurde am Montag, 13.01.2014, begonnen. Die Erkundungen vor Ort, die persönlichen Vorstellungen bei den Standortältesten und Kasernenkommandanten im neu hinzugekommenen Einsatzraum waren noch nicht abgeschlossen, als am Donnerstagabend der gleichen Woche (16.01.2014) der Alarmanruf der Polizei einging: Absturz eines Bundeswehr-Tornados!

Angegebener Absturzort: „Koblenz-Laubach“ im neu hinzubekommenen Einsatzraum.

Von diesem Gott-sei-Dank nicht regelmäßig erforderlichem Feldjägereinsatz berichtete jüngst der Kompaniechef der Bonner Feldjäger, Hauptmann Stefan Pierkes, beim Februar-Stammtisch des Bonner Ortsverbands auf der Hardthöhe.

 

Foto: Hauptmann Stefan Pierkes (links), Kompaniechef der 3./FJgBtl 252, erläutert den interessierten Mitgliedern des OV Bonn den Feldjägereinsatz seiner Kompanie

 Angefangen von der Alarmierung der schichtfreien Feldjäger der Kompanie über die Inmarschsetzung erster verfügbarer Kräfte zur Erkundung und Aufklärung bis hin zu den Tücken der Angabe der Absturzstelle stellte der Führer der Bonner Feldjäger dabei seine „Feuertaufe“ vor.

Bereits 90 Minuten nach Eingang der Absturzmeldung waren die Bonner Feldjäger mit über 10 Streifen an der ca. 150 km entfernten Unfallstelle vor Ort. Mit Fotos und Skizzen hinterlegt ging Hauptmann Pierkes auf die Besonderheiten der Absturzstelle ein. Diese wurde durch die „Eifelautobahn“, die A 48, durchschnitten. Nach rascher Abstimmung mit dem verantwortlichen Flugsicherheitsoffizier des nahe gelegenen Fliegerhorstes Büschel und den verschiedenen Polizeikräften – nördlich und südlich der Autobahn bestanden unterschiedliche Zuständigkeiten; hinzu noch die Autobahnpolizei für die A 48 – wurde sehr schnell entschieden, nur für den südlich der Autobahn gelegenen Teil der Absturzstelle einen Militärischen Sicherheitsbereich einzurichten, da sich hier die Hauptteile des Flugzeugwracks befanden. Das Gelände nördlich der Autobahn wurde durch Soldaten der Luftwaffensicherungsstaffel nach der Cockpit-Kanzel und dem Schleudersitz abgesucht.

Somit konnten sich die Bonner Feldjäger auf en Militärischen Sicherheitsbereich und die Herausforderungen einer Absicherung des dunklen Waldstücks konzentrieren.

Da sich die beiden Piloten rechtzeitig mit dem Schleudersitz retten konnten, blieb den Feldjägern die traurige Suche nach Leichen erspart.

In seinem interessanten Vortrag referierte Hauptmann Pierkes, mit welchen Mitteln und Wegen sich die lokale und überregionale Presse Zutritt zur Absturzstelle verschaffen wollte. Die Ausführungen des Kompaniechefs zu den vor Ort erschienenen „Vermessern“ konnte das jüngst aufgenommene Mitglied des Ortsverbands Bonn, Oberstleutnant a.D. Hans-Friedrich Konze – selbst „gelernter“ ehemaliger Feldjägeroffizier und zuletzt aktiver Stabsoffizier im Amt für Geoinformationswesen in Euskirchen – durch weitere fachkundige Hintergrundinformationen ergänzen. So wirkt das Militärische Geowesen nicht nur durch eine zentimetergenauen Einmessung der Wrackteile mit – gegebenenfalls kann aufgrund der Lage die spätere Absturzursache rekonstruiert werden –, auch tragen diese Experten mit ihrer Bodenbewertung dazu bei, über das Ausmaß einer evtl. Kontamination zu befinden.

Sowohl aus Feldjäger- als auch aus MilGeo-Sicht waren sich die beiden Referenten einig, das solche Einsätze bestimmt nicht zur Regel werden müssen, wohl aber muss für solche Einsätze entsprechende Vorsorge getroffen und auch in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

(Text und Foto: Oberstlt i.G. Werner Wilden)

Bonner Feldjäger informierten ihren OV zum eDTA

Seit Mitte 2013 wird der neuen elektronische Dienst- (eDA) und Truppenausweis (eTA) in der Bundeswehr eingeführt. Die Ausweise lösen den bisherigen Papierausweis und die PKIBw-Chipkarte weitgehend ab (Public Key Infrastructure der Bundeswehr = kryptografischer Infrastrukturdienst, der es erlaubt, auf der Basis von asymmetrischen kryptografischen Verfahren [Privat Public Key Verfahren] unterschiedliche sicherheitstechnische Mechanismen umzusetzen).

Geplant ist die Ausstattung der zivilen und fast aller militärischen Bundeswehrangehörigen (ab Unteroffizier aufwärts).

Der neue Ausweis im Scheckkartenformat führt verschiedene Funktionen zusammen und ist dadurch sowohl für Sichtkontrollen als auch für die elektronische Nutzung flexibel einsetzbar.

Die neuen elektronischen Dienst- und Truppenausweise (eDTA) verändern auch die Arbeit der Feldjäger. Die Feldjägerdienstkommandos wurden von der BWI (eigenständige IT-Gesellschaft, an der die Bundeswehr mit 49,9%, Siemens 50,05 und die IBM 0,05% der Anteile halten) mit Lesegeräten ausgestattet und im Umgang mit den modernen Terminals geschult.

Mit dem Gerät können die Feldjäger Ausweise auf ihre Echtheit und Gültigkeit überprüfen und bestimmte Daten auslesen, wie etwa die organisatorische Einheit der Kartenbesitzerin oder des Kartenbesitzers.

In der Karte sind zwei Prozessorchips integriert: ein kontaktbehafteter und ein kontaktloser. Sie ermöglichen elektronische Anwendungen, für die bislang verschiedene Chipkartensysteme erforderlich waren. Auf dem elektronischen Dienst- und Truppenausweis lassen sich zudem individuelle Daten des Karteninhabers speichern, zum Beispiel Name, Dienstort, Dienstgrad und organisatorische Einheit. 

 



Foto: Lt Goldbeck, Zugführeroffizier der 3./FJgBtl 252, erläutert den interessierten Mitgliedern des OV Bonn die Handhabung des Geräts

Der kontaktlose Chip eröffnet weitere Nutzungsmöglichkeiten, die dezentral implementiert werden können. Die Bundeswehr bereitet die Nutzung dieser Funktionen gegenwärtig vor. Denkbar sind beispielsweise die elektronische Zeiterfassung, die Zutrittskontrolle zu Liegenschaften und Gebäuden mit und ohne PIN-Abfrage sowie eine Bezahlfunktion in Kantinen.

Mit dem neuen elektronischen Dienst- und Truppenausweis wird einer Forderung des Bundesministeriums des Innern nach Erweiterung des bisherigen Ausweises als Sicherheitsdokument gemäß internationaler Normen nachgekommen. Die Herstellung des Sicherheitskartenkörpers im Integration der Chips und der optischen Personalisierung – viel mehr als ein biometrisches Passbild, erfolgt durch die Bundesdruckerei in Berlin. Als technische Voraussetzung für Beantragung, Produktion und Verteilung der eDTA wurden von der BWI Serversysteme erweitert und ein Kartenmanagementsystem zur Verwaltung der Nutzerdaten zur Herstellung der Ausweise bereitgestellt. Nach Abschluss der Pilotphase hat nun seit Mitte 2013 der Flächenrollout begonnen.

(Textquelle: Dr. P.Wienand in:  ANTENNE, Zeitschrift für die Führungsunterstützung der Bundeswehr, Ausgabe 4/2013)

(Oberstleutnant i.G. Werner Wilden)




Gruß der Bonner FJg aus Afghanistan

Der 2.Vorsitzende des OV Bonn und Kompaniechef der Bonner Feldjäger, Major Lars Meinzer, sowie vier weitere Kameraden seiner Kompanie leisten derzeit Dienst im Provost Marshal Office in Mazar-E Scharif/Afghanistan.

Zur Mitte der Einsatzdauer erreichte der Ortsverband Bonn folgender Brief:

Die erwähnte bzw. auch auf dem Foto gezeigte Kompaniefahne wurde den Bonner Feldjägern bereits 2011 als sichtbares Zeichen der Solidarität mit den im Ausland eingesetzten Feldjägern vom Ortsverband Bonn gestiftet.

Die Kompaniefahne wird von zwei in Afghanistan gefertigte Fahnenbänder geschmückt; ein Fahnenband trägt  die Aufschrift "Kameradschaft der Feldjäger - Ortsverband Bonn"  und  das andere  einsatzbezogene Daten des jeweiligen Feldjägerkontingents. Nach Einsatzende wird das Fahnenband des Feldjägerkontingents nach dessen Rückkehr einen würdigen Platz im Foyer des Kompaniegebäudes erhalten.

Die Kompaniefahne mit dem Wappen der Bonner Kompanie zeigt die Farben der Bundesrepublik Deutschland. Im oberen schwarzen Feld den Feldjägerstern; im mittleren Feld auf rot ein silbernes Balkenkreuz. Links das Wappen von Andernach als Hinweis zur Gründung der Kompanie 1955 und Standort vom 15.12.1955 bis 21.05.1957.
Rechts das Wappen von Rheinbach, Standort der Kompanie vom 22.05.1957 bis 31.03.1965. Im unteren goldenen Feld der Löwe der Stadt Bonn, dem derzeitigen Standort der Kompanie. Das Wappen wurde im Dezember 1972 anlässlich der Versetzung des damaligen Kompaniechefs, Oberstleutnant Kudszus, von diesem gestiftet und wird seitdem vom Feldjägerdienstkommando Bonn geführt.
(Text: Oberstlt i.G. Werner Wilden)




Ein Stück Heimat für die BONNER Feldjäger

Oberbürgermeister Nimptsch überreicht Ortseingangsschild
 
Für 27 Soldatinnen und Soldaten der 3./Feldjägerbataillon 252 hieß es im Jahre 2010 Abschied nehmen; Abschied von Familie, Freunden, Kameradinnen und Kameraden sowie der Heimat standen aufgrund eines Auslandseinsatzes in die Krisengebiete weltweit an.
 
Abschied nahm auch das Stadtoberhaupt der Bundesstadt Bonn, Jürgen Nimptsch (SPD). Er ließ es sich nicht nehmen, seine Soldatinnen und Soldaten persönlich am militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens zu verabschieden. Nachdem alle Soldatinnen und Soldaten der Bonner Feldjägerkompanie gesund aus den Einsatzgebieten zurückgekehrt waren und langsam wieder den Inlandsdienst aufgenommen hatten, überraschte der Oberbürgermeister die Bonner Militärpolizisten mit einem Besuch auf der Bonner Hardthöhe. Neben einem emotionalen Video wurden in einer Gesprächsrunde die Eindrücke und Erfahrungen dem Stadtoberhaupt mitgeteilt. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt und versprach seinen Soldatinnen und Soldaten mehr Wertschätzung in der Stadt zukommen zu lassen.

Um die Trennung von der Heimat nicht so schwer zu machen, übergab der Oberbürgermeister bei einem Empfang einer Delegation der 3./Feldjägerbataillon 252 unter Führung des Kompaniechefs, Hauptmann Lars Meinzer, im Alten Rathaus ein Ortseingangsschild. Dazu sagte der Oberbürgermeister:

„Dieses Schild soll Ihnen symbolisch zeigen, dass ihre Heimat auch im Auslandseinsatz immer bei Ihnen ist.“

Das zwischen Bonn und Afghanistan knapp 7000 km liegen aber erlebte Ereignisse wie Tot und Verwundung sehr nahe gehen können, erfuhren Schülerinnen und Schüler einer Oberstufe eines Bonner Gymnasiums in einer anschließenden Diskussionsrunde von ihren Bonner Feldjägern. „Ich freue mich, dass wir in unserer Stadt durch unseren Oberbürgermeister diese Wertschätzung erhalten und durch unsere Erfahrungsberichte den Menschen vor Ort die Eindrücke näher bringen können“ sagte der Kompaniechef Hauptmann Lars Meinzer zum Abschluss der Veranstaltung.